ZDF Chef möchte Trump für „Hochverrat“ angeklagt sehen

1 Star2 Stars3 Stars4 Stars5 Stars (1 votes, average: 1,00 out of 5)
Loading...

Der Chefredakteur Peter Frey möchte, dass der noch amtierende Präsident der USA, Donald Trump, für „Hochverrat“ angeklagt wird. In einem Kommentar begründete er dies mit den Vorkommnissen rund um das Capitol Hill in Washington. Der Präsident habe zum „Sturm auf das Kapitol“ aufgerufen und wollte damit die Machtübernahme durch Joe Biden verhindern. Tatsächlich hat Trump lediglich dazu aufgefordert, den Protest bis zum Capitol zu tragen.

Hochverrat: Lebenslang oder Todesstrafe

Die Strafe wäre drakonisch. Der Chefredakteur also fordert praktisch lebenslange Haft oder gar die Todesstrafe für Donald Trump. Donald Trump hatte – deutlich vor dem Kommentar – über Twitter kommentieren lassen, dass er eine ordentliche Amtsübergabe zusichere.

Diese Zusicherung war weltweit bekannt geworden, auch wenn lediglich sein Adjutant DanScavino noch Zugang zu Twitter hat und die Meldung postete.

Am Abend zuvor hatte Trump die Belagerer letztlich darum gebeten, „nach Hause zu gehen“. „Wir“, offenbar seine Regierung, würden sie alle lieben. Das Video, das auch aus den sozialen Medien gelöscht worden ist, diente offenbar zunächst der Befriedung der Situation. Denn Trump wies darauf hin, dass seinesgleichen Recht und Ordnung sowie die Polizei respektiere.

Die sozialen Medien und Kommentatoren störten sich an dem Vorwurf, die Wahl sei betrogen worden. Dennoch war der Trump-Beitrag zweifelsohne in ausgesprochen gemäßigtem Ton mit einer klaren Aufforderung, den vermeintlichen Sturm auf das Capitol zu beenden.

Frey hingegen ist der Meinung: „Nein, Amerikas Demokratie ist nicht gerettet, weil der Kongress die Wahl des neuen Präsidenten Joe Biden bestätigt hat und Trumps Mob abgezogen ist. Der gescheiterte Staatsstreich zeigt, wie gefährdet die USA immer noch sind.

Ein Staatsstreich sieht anders aus als der Sturm auf ein Parlamentsgebäude. Selbst wenn die Täter nicht noch Selfies mit den Polizisten gemacht hätten, wären sie in keinem Fall an irgendeine Machtzentrale gelangt. Machtvolle Institutionen sind offensichtlich Militär und Polizei und Schaltstellen der Infrastruktur. Der „Angriff“, noch dazu ggf. teilweise inszeniert, hat eine erhebliche Symbolwirkung gehabt und kostete durch einen Schuss der Polizei sogar ein Menschenleben. Ein „Staatsstreich“ war dies nicht.

Diese und tausende andere News finden Sie ab jetzt auch auf Krisenfrei.de
  • Deutschlands größte alternative Suchmaschine
  • Über 2000 News aus allen TOP Quellen
  • Unabhängig und Übersichtlich
>>> JA, ich möchte alle alternativen News auf einen Blick