Wirecard-Fluchthelfer festgenommen worden

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Im Zusammenhang mit dem Wirecard-Skandal, in welchen auch Bundeskanzlerin Merkel, Finanzminister Olaf Scholz und Bayerns Ministerpräsident Söder verwickelt sind, ist nun ein dritter mutmaßlicher Fluchthelfer des Wirecard-Ex-Managers Jan Marsalek festgenommen worden. Jan Marsalek befindet sich noch auf der Flucht. Bislang wurden zwei ehemalige Mitarbeiter des österreichischen Verfassungsschutzes und ein ehemaliger FPÖ-Mitarbeiter festgenommen. Sie sollen Verbindungen zu Marsalek haben.

Marsalek war nach Informationen des österreichischen Generalbundesanwalts möglicherweise ein V-Mann des österreichischen Nachrichtendienstes. Dem österreichischen Generalbundesanwalt liegen Medienberichten zufolge Informationen vor, dass Marsalek von einem Mitarbeiter des österreichischen Verfassungsschutzes als Vertrauensperson geführt wurde.

Verdächtiger untergetaucht

Nach der Insolvenz des Unternehmens, welche in der Corona-Krise eingereicht worden ist, ist Marsalek untergetaucht. Marsalek sowie dem früheren Vorstandschef Markus Braun werden organisierter Bandenbetrug vorgeworfen. Sie sollen mit gefälschten Bilanzzahlen über drei Milliarden Euro von Banken und Investoren erschwindelt haben.

Die Festnahme könnte zu weiteren Erkenntnissen darüber führen, wo sich Marsalek derzeit befinden könnte. Sollte dieser den Ermittlern einmal ins Netz gehen und aussagen, könnte es für die in die Affäre verwickelten Politiker ungemütlich werden. Die Wirecard-Affäre wird nicht nur im österreichischen Bundestag untersucht, sondern auch im deutschen Bundestag.

Der Wirecard-Untersuchungsausschuss im deutschen Bundestag will untersuchen, ob die Finanzaufsicht die Unregelmäßigkeiten bei Wirecard zu spät aufgedeckt hat. Die Rolle Merkels wegen ihres Engagements für Wirecard bei ihrer China-Reise im September 2019 sowie die politische Verantwortung von Scholz für die Bafin sollen ebenfalls untersucht werden.

Das Finanzministerium von Olaf Scholz soll wenige Tage bevor Wirecard Insolvenz angemeldet hat, vertrauliche Gespräche mit dem Vorstandschef der Commerzbank (Martin Zielke) als auch mit dem Risikovorstand der Commerzbank (Marcus Chromik) über die Lage bei Wirecard geführt haben. Staatssekretär Kukies habe demnach am 21. und 25. Juni 2020 mit Zielke und Chromik gesprochen – an dem Tag, an dem Wirecard Insolvenz angemeldet hat.

Der Staatssekretär des Finanzministeriums ist zugleich auch Vorsitzender des Verwaltungsrats der deutschen Finanzaufsicht BaFin (Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht). Brisant in dem Zusammenhang der zuvor geführten Gespräche ist zudem, dass die Commerzbank nach Informationen der „Bild“ zu den größten Kreditgebern von Wirecard gehört. Die Commerzbank hatte zudem wenige Tage vor der Wirecard-Insolvenz einen 300-Millionen-Euro schweren Kredit um mehr als ein Drittel gekürzt.

Laut einem Bericht des „Standard“ ist Marsalek mithilfe von mindestens zwei Verdächtigen im Juni 2020 vom Flughafen Bad Vöslau nahe Wien nach Minsk in Belarus geflogen. Auch in Deutschland steht die Frage nach österreichischen Geheimdienstkontakten von Marsalek im Raum. Fraglich ist, ob es im Wirecard-Fall tatsächlich nur um frisierte Bilanzen und verschwundene Milliarden geht oder ob nicht wesentlich mehr dahinter steckt. Da offenbar Politiker und Geheimdienste in die Affäre verwickelt zu sein scheinen, ist stark davon auszugehen, dass es um weitaus schwerere Verbrechen geht, deren Enthüllung man um jeden Preis verhindern will.

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