Wer hat, der hat: Kanzleramt soll viel größer werden…

Das Kanzleramt, in dem aktuell noch Angela Merkel residiert, soll in den kommenden Jahren bis 2028 doppelt so groß werden – durch einen Erweiterungsbau. U.a. Gabor Steingart hat in seinem „Morning Briefing“ Details zum besten gegeben, die uns als Regierte zum Staunen bringen werden. Insgesamt wird das Kanzleramt von der Fläche auf 50.000 qm mal eben verdoppelt. Das Kanzleramt oder seine Planer gehen davon aus, dass 395 Mitarbeiter benötigt werden. Die wiederum verursachten (damit) Kosten von 18.529 Euro pro Quadratmeter.  Neubauten anderer Ministerien sollen zwischen 6.499 und gut 15.000 Euro pro Quadratmeter kosten.

Der nächste oder übernächste Kanzler darf dementsprechend auch teuer wohnen: 250 qm Wohnfläche sind vorgesehen. Die Ausstattung (Möbel und Co.) soll sich auf 225.000 Euro Anschaffungskosten belaufen. Wegen dieser und anderer Details hat sich der Bundesrechnungshof gemeldet. Der hält den Bau offenbar für zu teuer. Bis dato sind 600 Millionen Euro Kosten dafür vorgesehen. Dies dürfte nach allen Erfahrungen aus den vergangenen Jahren und Jahrzehnten bei einem öffentlichen Bau dieser Größenordnung noch nicht einmal reichen.

600 statt 400 Millionen Euro

Schon jetzt gibt es Rätsel: Der Bau kostet 600 statt ursprünglich vorgesehenen 400 Millionen Euro. Dass dies nicht reichen wird, ist einer der Hauptkritikpunkte des Rechnungshofes. Der spricht von „unhaltbarer Untertreibung“ und sieht ein weiteres „erhebliches zusätzliches Kostenrisiko“. Verdoppeln und Verdreifachen sich die Kosten, wie wir es von anderen Projekten des Staates kennen, sind 1,2 Milliarden Euro zumindest rechnerisch eine vorstellbare Größe. Auf der anderen Seite hat der Staat schon jetzt kein Geld – und wenn er welches hat, dann haftet er künftig mit Wirkung für uns alle für EU-Anleihen. Für eigene Belange scheint das Bundeskanzleramt jedoch Geld zu haben – und Sie werden zahlen. Sehen Sie sich den Hintergrund hier an.

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