Wegen Nato-Bedrohung: Russland kündigt größtes Militärmanöver seit Jahrzehnten an

Am 11. September startet das größte Militärmanöver Russlands seit Jahrzehnten. An der viertägigen Übung werden auch China und die Mongolei beteiligt sein. Während der Nato-Sprecher Dylan White die Pläne Moskaus als das „Einüben groß angelegter Konfliktsituationen“ bezeichnete, hieß es aus dem Kreml, Russland sei „gezwungen, die militärische Infrastruktur zu stärken, weil die Nato immer näher an die russische Grenze heranrücke.

An dem Manöver „Wostok-2018 sollen rund 300.000 Soldaten, zwei Flottenverbände und 1.000 Flugzeuge und Hubschrauber teilnehmen. Beim Manöver vergangenes Jahr in Weißrussland waren nur rund 12.700 Soldaten beteiligt. Verteidigungsministerin von der Leyen sprach von einer „Machtdemonstration“ Moskaus und Frankreich von einem „Einschüchterungsversuch“.

Das Manöver wird östlich des Urals im asiatischen Teil Russlands stattfinden. Moskau hättn den Westen nicht informieren oder OSZE Beobachter einladen müssen. Dennoch hat Moskau Einladungen an Militärattachés der Nato-Länder ausgesprochen.

Putin äußerte wiederholt Kritik an der Nato. Er warf der Allianz vor, eine Abstimmung über Regeln für Militärflüge zu verweigern. Zudem rücke die Nato immer näher an die russischen Grenzen heran. Erst vor kurzem erklärte die britische Luftwaffe, dass in Rumänien zwei ihrer Kampfjets aufgestiegen waren, um mutmaßliche russische Kampfjets am Schwarzen Meer zu überprüfen.

Die britische Marine teilte mit, dass eines ihrer Schiffe die Bewegungen eines russischen Kriegsschiffes im Ärmelkanal beobachte. Großbritannien habe seit Mai eine „deutlich verstärkte Aktivität der russischen Marine festgestellt“. Das Militärmanöver füge sich in das Bild ein, das man seit einiger Zeit beobachte: Ein kämpferisch auftretendes Russland, das seinen Verteidigungsetat und seine Militärpräsenz deutlich hochgefahren habe.

Putin wies die Vorwürfe der „russischen Aggression“ zurück und erinnerte daran, dass die USA mehr für Verteidigung ausgäben, als jedes andere Land. Russlands Militärausgaben sind sogar um 20 Prozent gesunken und Putin will die Ausgaben für Rüstung im nächsten Jahr noch weiter senken, dafür aber die Ausgaben für Soziales erhöhen.

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