Vergiftung Nawalnys: Moskau fordert Beweise von Berlin

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Das „Vergiftungsspiel“ um den russischen Oppositionellen Alexander Nawalny geht in die nächste Runde. Die Botschaft der Russischen Föderation in Berlin hat ein Statement der Pressesprecherin des russischen Außenministeriums, Maria Zakharova, veröffentlicht. Darin heißt es: „Wir erwarten von Berlin, dass alle verfügbaren Erkenntnisse übermittelt werden: Laboruntersuchungen der Bundeswehr, „Indizien“, die dem Auswärtigen Amt vorliegen sollen. Es ist an der Zeit, die Karten offen auf den Tisch zu legen. Denn alle sehen ein: Berlin blufft.“

Die Bundesregierung hatte Russland für die angebliche Vergiftung Nawalnys verantwortlich gemacht. Die Bundeswehr soll entsprechende Untersuchungen vorgenommen und herausgefunden haben, dass Nawalny mit dem Nervengift Nowitschok vergiftet worden sein soll. Wir hatten hier berichtet: https://www.watergate.tv/was-steckt-hinter-der-deutsch-russischen-vergiftungs-posse/.

Russland hat nun den deutschen Botschafter in Moskau, Géza Andreas von Geyer, einbestellt. Die Sprecherin des russischen Außenamts Zakharova berief sich auf ein Statement des Instituts für Pharmakologie und Toxikologie der Bundeswehr. Dieses will es als „zweifelsfrei“ erwiesen haben, dass Nawalny mit dem militärischen Giftstoff Nowitschok vergiftet worden sei. Das Institut hat sich aber bislang geweigert, Details preiszugeben und die gefundenen Ergebnisse mit Russland zu teilen. Die Bundeswehr beruft sich auf „Vertraulichkeit“.

Zakharova ist der Ansicht, dass Berlin bluffe: „Wie kann von einer Vertraulichkeit die Rede sein, wenn es laut Medienberichten immer mehr Informationsaustausch zwischen der Charité, dem Bundeswehr-Labor, dem britischen Labor Porton Down sowie bulgarischen Institutionen gibt.“ Der Fall sei „zu ernst“, deutsche Offizielle sollten darüber nicht mehr Stillschweigen bewahren. Zakharova schrieb: „Wir erwarten von Berlin die Übergabe aller bestehenden Informationen: sowohl der Ergebnisse der Labor-Untersuchungen der Bundeswehr als auch jeglicher ‚Beweise‘, über die das deutsche Auswärtige Amt verfügt“. Die Ansage ging also an Heiko Maas. Der deutsche Botschafter von Geyer werde im Außenministerium in Moskau erwartet.

Die Behauptung der Bundesregierung steht im Widerspruch zu den Befunden der russischen Ärzte, die Nawalny zunächst im Omsker Krankenhaus behandelt hatten. Die Omsker Ärzte gaben als vorläufige Diagnose eine Stoffwechselstörung an. Diese soll ein drastisches Absinken des Blutzuckerspiegels verursacht haben. Laut dem leitenden Toxikologen Sibiriens, Alexander Sabaew, wurden in Nawalnys „Entgiftungsorganen“ (Leber, Lungen, Nieren) keine Giftstoffe entdeckt. Im Falle einer Vergiftung jedoch müssten in den genannten Organen Giftspuren festzustellen gewesen sein.

Nawalny dürfte kaum vergiftet worden sein. Wir haben in unserem oben genannten Beitrag bereits Mutmaßungen angestellt, dass es um etwas Größeres geht. Vielleicht ist das die Falle für Merkel & Co, denn wenn die Regierung gestürzt werden soll, muss ein guter Grund gefunden werden. Merkel muss quasi „beim Betrügen“ erwischt werden. Nordstream 2 dürfe kaum der Grund sein, denn sowohl Russland als auch die USA sind Energie-unabhängig. Trump hat kein Interesse, Nordstream 2 zu unterbinden. Es geht um Geopolitik und darum, den Deep State zu vernichten, den Sumpf auszutrocknen. Trump und Putin arbeiten hinter den Kulissen zusammen. Wir verfolgen den Fall mit Spannung.

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