Türkei-Angriff auf Syrien: Die seltsame Wandlung des Herrn Maas

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Seit Wochen zündelt der türkische Präsident Erdogan in Syrien. Angeblich um gegen die letzten Hochburgen der Terrororganisation IS (Islamischer Staat) in der Provinz Idlib zu kämpfen, hat Erdogan seine Truppen im Oktober vergangenen Jahres nach Nordsyrien geschickt, was an die Türkei angrenzt. Jetzt wird klar, was Erdogan tatsächlich will, denn die Regierungstruppen des syrischen Präsidenten Assad bekämpfen nun die türkische Offensive. Erdogan rief die USA und seine Nato-Partner zur Hilfe gegen Syrien auf. Russlands Präsident Putin wiederum wacht darüber, dass die neugewonnene Ordnung des Landes nicht gestört wird. Die gesamten Hintergründe erfahren Sie hier.

Erdogan könnte zweierlei im Schilde führen. Zum einen erhoffte sich der türkische Autokrat offenbar, syrische Gebiete für die Türkei zu annektieren. Erdogan könnte zudem von den Merkel-EU-Mitgliedern des Tiefen Staates angestiftet worden sein, einen Krieg gegen Syrien und damit gegen Putin anzuzetteln. Dann, so anscheinend der Glaube, müsste der Bündnisfall der Nato greifen und die Türkei von ihren Nato-Partner unterstützt werden. Offenbar aber haben sich Erdogan und seine Hintermänner des Tiefen Staates verrechnet.

Denn Trump interessiert nicht, was Erdogan treibt und der Präsident kündigte bereits an, sich aus dem Konflikt herauszuhalten. Ohne die USA jedoch werden sich andere Nato-Partner kaum in den Konflikt einmischen, zumal auf der anderen Seite Putin, ein übermächtiger Gegner, wartet. Putin ist jedoch genauso wenig wie Trump an einem Krieg interessiert. Um sich an der EU zu rächen und um die Nato-Partner zu erpressen, hat Erdogan nun die Grenzen und die Gefängnistore der IS-Kämpfer in der Türkei geöffnet, damit die Migrantenmassen, die sich derzeit einen Kampf mit der Polizei an der griechischen Grenze liefern, nach Europa drängen. Erdogan wurde indes von Putin nach Moskau zitiert. Dort wird er am 5. März eintreffen. Putin wird Erdogan die „Leviten lesen“.

Interessant in dem Schauspiel ist die wechselhafte Rolle und die Äußerungen von unserem „Mini-Außenminister“ Heiko Maas. Anfang Oktober 2019 verurteilte Heiko Maas noch die türkische Offensive in Nordsyrien „aufs Schärfste“. Nur wenige Monate später vertritt Maas auf einmal einen ganz anderen Standpunkt. Am 28. Februar twitterte Maas: „Wir verurteilen die fortgesetzten Angriffe des syrischen Regimes und seiner russischen Verbündeten im Norden Syriens. Unser Mitgefühl gilt unseren türkischen Partnern. Wir brauchen eine humanitäre Waffenruhe für #Idlib, die den Weg für politische Gespräche öffnet.“

Maas

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