Drosten: Kontakttagebücher jetzt wichtig…

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Die Theorie, wonach Superspreader hauptsächlich für die Verbreitung des Corona-Virus verantwortlich seien, ist nun zumindest einige Monate alt. Dennoch zeigt eine neue Studie aus dem Magazin „Science“ den Vorgang noch einmal. Die Studie beschäftigt sich mit „Kontaktuntersuchungen in Indien“ und gilt lt. „Focus“ als größte Analyse „zur Verfolgung von Kontaktpersonen“.

Dabei seien „zehntausende von Mitarbeitern“ in zwei Bundesstaaten über einen Zeitraum von zwei Wochen Infizierten bzw. deren Kontaktpersonen nachgegangen, um diese nach Symptomen zu befragen. Die Daten der insgesamt 575.071 Kontaktpersonen von 84.965 „bestätigen Sars-CoV-2-Fällen“ seien dann von Epidemiologen der Uni Berkely ausgewertet worden. Das Ergebnis: „Superspreader“ seien verantwortlich als Hauptüberträger.

8 % der „Index-Personen“ wären für 60 % der hier festgestellten Neuinfektionen verantwortlich. Der Virologe Christian Drosten hat nach einer Studie, die in „Nature“ veröffentlicht wurde, ein Kontakttagebuch gefordert.

Studie zeigt massiven Einfluss von Superspreadern

Auch dieser Studie nach sind einzelne Superspreader die Hauptübertragungs-Akteure. So würden 19 % der Fälle, wie die Infizierten hier genannt wurden, für 80 % der Infektionen insgesamt verantwortlich gemacht. 69 % der Untersuchten, die infiziert waren, hätten demnach überhaupt keine anderen Menschen angesteckt.

Die Erkenntnisse summieren sich im sogenannten „Dispersionsfaktor“ mit dem Kürzel „k“. Dieser Faktor fasst zusammen, wie „oft Häufungen von Infizierungen“ vorkämen. Die Interpretation von k: Je niedriger k ist, desto geringer ist die Anzahl der Menschen, von denen eine Infektion ausgeht.

Für die Sars-Pandemie in den Jahren 2002 / 2003 hat die Versicherung Lloyd-Smith nach Angaben des „Focus“ für den Faktor „k“ eine Ausprägung von 0,16 gefunden. MERS als folgende übertragbare Krankheit hat einen Faktor von 0,25 gebracht.

Die genannte Hongkong-Studie zeigt einen Dispersionsfaktor k von 0,45. Der wiederum sei zumindest so niedrig, dass sich eine Kontaktverfolgung lohnt, so Drosten. Hier lesen Sie mehr dazu.

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