Solidaritätskonzert für Julian Assange

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Der WikiLeaks-Gründer Julian Assange ist am 11. April völkerrechtswidrig in der ecuadorianischen Botschaft in London verhaftet und in das berüchtigte Belmarsh-Gefängnis in London gebracht worden. Dort soll Assange seit dem in Einzelhaft sitzen und kaum Ausgang haben. Assange wurde immer wieder von Prominenten besucht, so auch von der Schauspielerin Pamela Anderson oder von dem chinesischen Künstler und Dissidenten Ai Weiwei. Dieser berichtete, dass Assange in einem gesundheitlich sehr schlechten Zustand sei.

Die amerikanische Justiz fordert die Auslieferung Assanges und wirft ihm in 18 Fällen die Gefährdung der nationalen Sicherheit der USA vor. Der britische Innenminister Sajid Javid hatte das Auslieferungsersuchen zugelassen. Erst ab dem 25. Februar nächsten Jahres wird die britische Justiz darüber befinden, ob Assange an die USA ausgeliefert wird.

Immer mehr Prominente setzen sich für Assange ein und warnen vor der Untergrabung der Meinungsfreiheit. Mit der Veröffentlichung von Tausenden geheimen Dokumenten hatte Assange unzählige Verbrechen des US-Militärs und der US-Regierung im Irak- und Afghanistan-Krieg unter George Bush enthüllt.

Erst vor wenigen Tage warnte der international bekannte Investigativ-Journalist John Pilger aus Australien öffentlich davor, Assange zu vergessen – anderenfalls würde man ihn verlieren. Auch Pilger schilderte den schlechten Gesundheitszustand Assange und berichtete von den drakonischen Haftbedingungen, unter denen er seit seiner illegalen Verhaftung durch die britische Polizei am 11. April im Londoner Gefängnis Belmarsh festgehalten wird.

Trotz Assanges gesundheitlicher Probleme weigern sich die britischen Behörden, seine Haftbedingungen zu erleichtern. Im Mai wies die britische Regierung einen Bericht des UN-Sonderberichterstatters für Folter, Nils Melzer, zurück. Dieser war zu dem Ergebnis gekommen, dass Assange „psychischer Folter“ ausgesetzt sei. Melzer forderte zudem, dass die 50-wöchige Haftstrafe wegen erfundener Kautionsvergehen aufgehoben werden müsse. Assange müsse zudem dringend Zugang zu psychischer Betreuung erhalten, um von der ständigen Belastung durch traumatisierenden Stress, Angst und Depression befreit zu werden.

Am Montagabend gab der weltweit bekannte Künstler Roger Waters von der Gruppe Pink Floyd ein Konzert zu Ehren von Julian Assange im Zentrum Londons. Das Konzert fand vor dem britischen Innenministerium statt, nur wenige Kilometer vom Gefängnis Belmarsh entfernt. Waters sang den legendären Song „Wish You Were Here“ von Pink Floyd. Zahlreiche Unterstützer forderten auf Bannern Freiheit für Assange und die Whistleblowerin Chelsea Manning.

Der Investigativ-Journalist und Filmemacher John Pilger eröffnete das Konzert mit einer leidenschaftlichen Ansprache: „Das Verhalten der britischen Regierung gegenüber Julian Assange ist eine Schande. Es ist ein Hohn auf den Begriff der Menschenrechte. Es ist keine Übertreibung, wenn man sagt, dass Julian Assange genauso behandelt und verfolgt wird, wie Diktaturen einen politischen Gefangenen behandeln.“ Wir berichten weiterhin über Julian Assange…

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