Querdenker-Irrtum der Massenmedien!

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Eine Querdenken-Demo in Bremen für Sonnabend, den 5. Dezember 2020, wurde vom Verfassungsgericht bestätigend verboten. Das Argument lautet, dass die Gesundheitsgefahr wegen der erwartet hohen Teilnehmerzahlen zu groß sei. Ein vermeintlicher Triumph für die Querdenker-Mahner?

Querdenker und vor allem Teilnehmerinnen und Teilnehmer auf Querdenker-Demos sind den Mainstream-Medien den vergangenen Wochen und Monaten nach suspekt. Magazine, TV-Berichte oder TV-Talks verweisen darauf, hier liefen zahlreiche „Spinner“ etc. herum. Nun überrascht dazu die Studie eines Soziologen der Universität Basel, die zunächst von der „FAZ“ zitiert wurde. Der Soziologe Oliver Nachtwey überraschte mit der Aussagen, dass „bei der letzten Bundestagswahl“ (…) „nach unserer Befragung 21 % die Grünen und 17 % die Linke gewählt. Der AfD haben 14 % ihre Stimme gegeben.“ Bei der nächsten Budnestagswahl wollten nun allerdings 30 % der AfD ihre Stimme geben.

Überproportional viele Grüne und Linke

Die Befragung fand in „Telegram“-Gruppen sogenannter Querdenker statt und basiert auf 1150 Fragebögen. Die Auswertung gilt aus statistischer Sicht nicht als „repräsentativ“. Zur Erläuterung: Die Konzentration etwa auf „Telegram“ ist zumindest nicht valide, insofern hier nur die Einstellungen derjenigen ausgewertet werden, die sich als Querdenker verstehen und gleichzeitig auf „Telegram“ vernetzt sind.

Dennoch: Zur Einordnung ein Kommentar – Der Anteil derjenigen, die AfD gewählt haben, entspricht ziemlich genau dem Anteil, den die AfD bei der letzten Bundestagswahl ohnehin hatte. Diese beschreibende Umfrage der Studie also liefert keinerlei Hinweis darauf (selbst unter Berücksichtigung der künftigen Wahlpräferenz), dass es sich hier um ein besonderes AfD-Milieu fernab der Gesellschaft handelte.

Zum Zweiten: Der Anteil der Grünen und der Linken ist weit höher als bei der letzten Bundestagswahl. In dieser beschreibenden Statistik einer bestimmten Querdenker-Szene (um es statistisch etwas korrekter zu formulieren) also finden sich höhere Anteile an Menschen, die eher als „links“ gelten. Zumindest die Beschreibung der Querdenker-Szene (sinngemäß oftmals als „unverantwortlich“ agierende Menschen) durch die Massenmedien ist offenbar – sehr wohlwollend formuliert – ausgesprochen lückenhaft. Andersherum formuliert: Diese Gruppe der Querdenker jedenfalls zeigt sich allenfalls als kritisch dem klassisch bürgerlichen Spektrum von SPD und Union gegenüber. Und auch den Medien, die ganz offensichtlich zumindest im Printbereich massiv an Leserinnen und Lesern verlieren. Warum nur?

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