Publizist rechnet in britischer Presse mit Merkel ab

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat sich von der „mächtigsten Frau“ Europas zur wahrscheinlich meistgehassten Person Europas entwickelt. Nach dem Wahlausgang der Bundestagswahlen im Herbst 2017 hätte sie eigentlich abtreten müssen – doch Macht macht manche Personen offenbar abhängig und nun blicken die Deutschen und die Welt auf den Scherbenhaufen, den diese Person in Deutschland und in der Europäischen Union angerichtet hat. Ein Scherbenhaufen, den keine Partei der Welt wieder reparieren kann. Das BRD-Parteien-System scheint am Ende, weil es nicht mehr reformierbar ist.

Während sich deutsche Mainstream-Medien mit der Kanzlerin-Schelte immer noch zurückhalten, greift der britische Autor und Publizist Douglas Murray in der „Daily Mail“ in die Vollen und nimmt kein Blatt vor den Mund. Murray titelt: „Merkel macht es so falsch, weil ihre Arroganz grenzenlos ist“. Doch nicht nur Merkel bekommt ihr Fett weg, auch Macron der „französische Präsident mit den spitzen Outfits und der scharfen Nase“ wolle Großbritannien dafür bestrafen, dass das Land den Austritt aus der Europäischen Union gewagt habe, so der Brite.

Macron würde in Bezug auf die Brexit-Verhandnlungen nur noch verzweifelt handeln – verzweifelt, um die bislang genossenen Vorteile zu bewahren, wie zum Beispiel die, der französischen Fischer, welche maßlos in den Hoheitsgewässern der Briten Fischfang betrieben hätten, so Murray. Doch Macron sei nicht der einzige, welcher die Sabotagekampagne gegen Großbritannien anführe. Seine „deutsche, gut angepasste Kollegin“ Angela Merkel spiele dabei auch eine „unrühmliche Rolle“.

Merkels „unrühmliche Rolle“

Bundeskanzlerin Merkel habe sich immer als die „Stimme der Vernunft und des Kompromisses“ präsentiert. Doch die Kanzlerin, die gut angepasste Gegenspielerin Macrons, habe ihre eigene, „diskreditierende Rolle gespielt, als sie diese böse Kampagne zur Sabotage des EU-Handelsabkommens vorantrieb“, schreibt Murray. Merkel habe Großbritannien missverstanden und falsch eingeschätzt und daher müsse sie die Hauptverantwortung für die „desaströse Verhandlungsposition“ der EU tragen.

Dies sei zum Teil aus persönlichen Gründen Merkels geschehen, denn Merkel sei die Tochter eines lutherischen Pfarrers. Während man sie ihren Wählern als „Mutti“ verkauft hätte, habe sie ihre prägenden Jahre in Ostdeutschland verbracht, in dem kommunistischen Staat, der von der Stasi regiert wurde, so Murray. Wie andere auch, habe sie der FDJ (Freien Deutschen Jugend), einer offiziellen kommunistischen Jugendbewegung angehört. Merkel habe Boris Johnson mit „bemerkenswerter Herablassung“ behandelt. Trotz seiner großen parlamentarischen Mehrheit und der Gewissheit, dass er für Millionen spreche, weigere sich Merkel, dem Premierminister zu vertrauen oder ihm zu glauben. Und so ruhig sie sich vor den Kameras gebe, so „unbeugsam sei sie hinter verschlossenen Türen“.

„Merkel hat die Briten abblitzen lassen“

Merkel sei für ihre „Handarbeit“ berüchtigt. 2016 stattete Ex-Premierminister David Cameron einen Besuch ab, um vor dem Brexit-Referendum eine bessere Ausgangsbasis für die Verhandlungen mit der EU auszuhandeln. Er flehte regelrecht seine Amtskollegen in der Europäischen Union an, den Briten Zugeständnisse zu machen, welches ihnen erlauben würden, in der EU zu bleiben. Doch Merkel und die EU hätten Cameron abblitzen lassen, so Murray.

Die einzige Akteurin aus dieser katastrophalen Episode, die bis heute noch im Amt geblieben sei, sei Bundeskanzlerin Angela Merkel – die große Überlebende der europäischen Politik, die nun schon 15 Jahre regiere. Für ihre autoritäre Strenge sei Merkel in weiten Teilen Südeuropas inzwischen regelrecht verhasst. Trotz enormer Handelsgewinne weigere sich Merkel, die „schwachen“ Mittelmeeranrainer zu retten, die dumm genug seien, deutsche Waren zu kaufen, meint Murray. Denn es sei Merkel gewesen, die im Herbst 2015 die verhängnisvolle Entscheidung getroffen hätte, die Grenzen Europas zu öffnen. Sie habe damals ihre europäischen Amtskollegen nicht konsultiert.

Sie hätte es „einfach im Alleingang“ getan und verwandelte die Migrantenherausforderung in eine Migrantenkrise. Selbst jetzt versuche Merkel weiterhin, jene Länder in Mittel- und Osteuropa zu bestrafen, welche sich weigern, große Migrantenquoten zu akzeptieren. Trotz ihres Rufs als „pragmatische Performerin“ seien ihre Fehler seit Jahren offensichtlich: Merkel sei unnachgiebig, wenn sie nachgeben sollte, so das Fazit Murrays.

Diese und tausende andere News finden Sie ab jetzt auch auf Krisenfrei.de
  • Deutschlands größte alternative Suchmaschine
  • Über 2000 News aus allen TOP Quellen
  • Unabhängig und Übersichtlich
>>> JA, ich möchte alle alternativen News auf einen Blick