Psychologieprofessor: „Das RKI täuscht die Bürger“

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Professor Christof Kuhbandner ist Psychologieprofessor und Lehrstuhlinhaber an der Fakultät für Humanwissenschaft der Universität Regensburg. In einem Gastbeitrag auf der Blogplattform „Scilogs.de“, die zum Wissenschaftsportal „Spektrum.de“ gehört, beschreibt Kuhbandner, wie die Darstellung der Zahlen von Neuinfektionen und Todesfällen vom Robert-Koch-Institut fehlerhaft interpretiert und irreführend dargestellt wird.

Kuhbandner ist der Ansicht, dass im Gegensatz zu der vom Robert-Koch-Institut (RKI) verbreiteten Darstellung, das Szenario einer epidemischen Ausbreitung des Coronavirus ein statistischer Trugschluss sei. Daher seien die drastischen Eingriffe in die Grundrechte wissenschaftlich nicht gerechtfertigt. Um eine offenbar drohende Epidemie zu bekämpfen, würden weltweit drastische Maßnahmen ergriffen. In Deutschland seien viele Grundrechte so flächendeckend und umfassend eingeschränkt worden, wie es in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland noch nie vorgekommen sei.

Die Politik sei bei ihren Entscheidungen von zahlreichen virologischen Experten beraten. Daher sollte man meinen können, dass die Notwendigkeit der dramatischen Eingriffe in unsere Grundrechte durch fundierte Wissenschaft gut begründet und gerechtfertigt sei. Wenn man aber als in Forschungsmethoden und Statistik erfahrener Wissenschaftler die wissenschaftliche Basis dessen, worauf die drastischen Maßnahmen gerechtfertigt würden, untersuche, kämen Zweifel auf, schreibt Kuhbandner.

Der Eingriff in die Grundrechte werde damit begründet, dass dadurch ein Anstieg der täglichen Neuinfektionen verhindert werden solle, um einer angeblichen exponentiellen Ausbreitung des Coronavirus entgegenzuwirken. So habe das RKI auf einer Pressekonferenz am 18. März hochgerechnet, dass es in Deutschland zu einer Infektion von bis zu 10 Millionen Menschen kommen werde, wenn die Kontakte zwischen Menschen wirksam über Wochen reduziert würden.

Auch die Leopoldina (Nationale Akademie der Wissenschaften), auf deren Beratung sich Herr Spahn stützt, ist der Ansicht, dass „trotz der Verlangsam der registrierten Neuinfektionen die am 22.03.2020 beschlossenen politischen Maßnahmen weiterhin Bestand haben müssten“. Angesichts der Tatsache, dass alle ergriffenen Maßnahmen mit der steigenden Zahl der täglichen Neuinfektionen begründet würden, sei bei Betrachtung der Zahlen festzuhalten: Die Zahl der Neuinfektionen sinkt bereits seit dem 3. April, so Kuhbandner.

Viel früherer Rückgang der Zahlen 

Betrachtet man die Zahlen des RKI genauer, so findet sich ein Rückgang der täglichen Neuinfektionen in Wirklichkeit bereits schon viel früher, nämlich seit dem 19. März. Dennoch sei das RKI aktuell wieder mit der Message in den Medien unterwegs, dass die Reproduktionszahl R, also die Zahl der Neuinfektionen, wieder ansteige, was wiederum an den bundesweiten Lockerungen liege. Dies allerdings sei eine unfassbare Irreführung des Bürgers, schreibt Kuhbandner. Denn am 6. Mai seien die Testrichtlinien vom RKI geändert worden. Von da an seien alle Personen mit respiratorischen Symptomen getestet worden.

Zudem werde inzwischen zunehmen in der Breite völlig unabhängig von Symptomen getestet, wie Medienberichte zu Testungen im Bereich des Fußballs und im Bereich von Schlachthöfen zeigten. Durch die damit verbundene deutliche Ausweitung der Tests – in den Wochen davor wurden ja bis zu 60% der vorhandenen Testkapazitäten nicht genutzt – werden natürlich deutlich mehr Infektionen entdeckt. Deswegen haben sich aber nicht mehr Personen als vorher angesteckt, sondern die erhöhte absolute Anzahl an gefundenen Infektionen spiegelt nur die Ausweitung der Tests wieder.

Deswegen ist es irreführend, wenn das RKI von steigenden Reproduktionszahlen R spricht. In Wirklichkeit spiegelt die gestiegene Reproduktionsrate nur die Ausweitung der Tests wieder. Kuhbandner bezeichnet es als einen „Skandal, dass das RKI nach wie vor bei der Schätzung der Reproduktionszahl R den Faktor der Testzahl nicht berücksichtigt. Dann würden man sehen, dass das R im März kaum gestiegen ist und dass es in Wirklichkeit aktuell weitersinkt.“ Das Robert-Koch-Institut, Herr Spahn, Frau Merkel so wie viele Mainstream-Medien führen die Bevölkerung also bewusst in die Irre. Hier lesen Sie mehr dazu.

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