Pharmakonzern unterbricht Impfstoff-Studie wegen Nebenwirkungen

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Der US-Pharmakonzern Johnson & Johnson hat nach eigenen Angaben seine Impfstoff-Studie über einen künftigen Corona-Impfstoff abgebrochen. Grund soll eine ungeklärte Erkrankung eines Probanden sein. Die Erkrankung des Impfstoff-Test-Teilnehmers werde nun von einer unabhängigen Expertengruppe und von internen Ärzten des Konzerns geprüft und bewertet, hieß es. Genauere Informationen zu der Erkrankung des Probanden gab der Konzern bislang nicht ab.

Johnson & Johnson teilte mit, dass „unerwünschte Ereignisse wie Erkrankungen zu erwartende Bestandteile jeder klinischen Studie seien“. Am 23. September hatte der Pharmakonzern mit der sogenannten Phase-III-Studie mit bis zu 60.000 freiwilligen Teilnehmern auf drei Kontinenten begonnen. Damit soll die Sicherheit und Wirksamkeit des Impfstoffs überprüft werden. Das Unternehmen hoffte, dass Anfang 2021 die ersten Dosen des Corona-Impfstoffs zur Verfügung stehen würden.

EU hat Bezugsrechte von Johnson & Johnson

Indes haben mehrere Pharmakonzerne mit Massentests von Zehntausenden Probanden gestartet. Die meisten Hersteller gehen davon aus, dass zweimal geimpft werden müsse, um einen ausreichenden Schutz zu erhalten. Bislang ist offenbar aber noch bei keinem Impfstoff nachgewiesen worden, dass er vor einer Corona-Infektion schützt.

Interessanterweise hatte sich die EU-Kommission Bezugsrechte für einen Corona-Impfstoff bei Johnson & Johnson gesichert. Mit der belgischen Tochter des Unternehmens, Janssen Pharmaceutica, schloss die EU-Behörde Verträge über eine mögliche Lieferung von einem Impfstoff für 200 Millionen Menschen. Die Kommission hat zudem ähnliche Verträge mit den Pharmakonzernen AstraZeneca und Sanofi geschlossen. Bislang ist aber noch keiner der Impfstoffe zugelassen. Die EU-Kommission hatte indes darauf gedrängt, die Zulassungsverfahren für die Corona-Impfstoffe „zu erleichtern“.

 

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