Nächste Verbotsstufe? Menschen aus Hotspots dürfen nicht mehr ausreisen

Die Bundesregierung plant offenbar Ausreiseverbote für Betroffene aus Landkreisen, in denen es sogenannte „Corona-Hotspots“ gegeben hat. Kanzleramtsminister Braun hatte die Ausreisesperren in die Diskussion gebracht. Die Begründung: Damit nicht mehr wie nach dem Ausbruch bei der Fleischfabrik Tönnies mehr Menschen als nötig daheim bleiben müssen, könnte eine Ausreisesperre für Corona-Hotspots verhängt werden.

Braun sagte den Medien, dass „wenn die Infektionsketten nicht klar seien, sei es sinnvoller anzuordnen, wenn in der betroffenen Region alle zuhause bleiben“. Man könne dann gezielt testen, Infektionsketten unter Kontrolle bringen und dann „schnell wieder zur Normalität übergehen“ sagte Braun. Eine Ausreisesperre sei „eine bessere Variante, als am Urlaubsort anzukommen und zurückgewiesen zu werden“.

Nach Informationen der Nachrichtenagentur Reuters will das Kanzleramt am Mittwoch mögliche Ausreisesperren diskutieren. Braun sagte, das andere Länder wie Japan „damit gute Erfolge erzielt hätten“. Nordrhein-Westfalen soll sich bereits für gezieltere Eindämmungsmaßnahmen entschieden haben. Im Fall Tönnies waren mehr als 600.000 Menschen von den Einschränkungen in den Landkreisen Gütersloh und Warendorf betroffen gewesen.

Pharmaminister Jens Spahn sagte bei einer Pressekonferenz in Berlin, dass „der Ballermann“ kein zweites Ischgl werden dürfe. Man müsse daher über Ausreiseverbote bei Landkreisen mit großem Infektionsgeschehen diskutieren. Städte, Gemeinden und Landkreise hingegen halten diese Maßnahme für übertrieben und nicht durchsetzbar. Dazu lesen Sie auch hier.

Fraglich ist, was tatsächlich hinter diesem Vorhaben steckt. Angesichts der Zahl der in Deutschland an oder mit Corona Verstorbenen (rund 9000 Verstorbene) muten diese erneuten Vorhaben weit übertrieben an. Bei der Grippewelle vor zwei Jahren sind rund 25.000 Menschen gestorben. Entweder testet man aus, wie die Bevölkerung auf Ausreisesperren reagiert um diese dann schrittweise zu verschärfen oder es geht um etwas ganz anderes: Der Fall Tönnies und dessen Verbindungen zu Dietmar Hopp sowie weitere mögliche Verbindungen zu den Kinderschänder-Netzwerken in Nordrhein-Westfalen hatten wir bereits beleuchtet. Womöglich werden Ausreisesperren verhängt, damit mögliche Mittäter nicht entkommen können. Eine Theorie könnte sein, dass man der Öffentlichkeit die Untersuchungen vor Ort und die Festnahmen als „Corona-Hotspots“ „verkauft“. Um dies zu verifizieren, müsste man allerdings Augenzeugenberichte haben von Menschen, die vor Ort Entsprechendes wahrgenommen haben.

Hier können Sie unsere Tönnies-Beiträge zu diesem Thema nachlesen:

Tönnies Fleischfabrik-Skandal – Corona-Verschwörung?

Tönnies – Wie tief ist der Sumpf des „Fleischproduzenten“?

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