Nach sechs Tagen Streik: In Frankreich geht nichts mehr

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Am vergangenen Donnerstag haben in ganz Frankreich rund 1,5 Millionen Menschen die Arbeit zum Streik niedergelegt, rund 800.000 Demonstranten waren landesweit auf die Straßen gegangen, um gegen die von Macron geplante Rentenreform zu protestieren. Ganz Frankreich hatte sich auf den Streik-Donnerstag vorbereitet. Da viele Schulen und Kitas geschlossen blieben und Busse und Bahnen nicht fuhren, blieben viele Franzosen an diesem Tag offenbar zuhause. Denn ein größeres Verkehrschaos blieb aus. Die Proteste in der Hauptstadt, denen sich auch die Gelbwesten anschlossen, erreichten jedoch eine neue Dimension. Watergate.tv berichtete. Die Organisatoren der Streiks behielten sich vor, die Streiks um weitere Tage zu verlängern.

Die französische Bevölkerung entschloss sich offenbar, die Streiks nicht schon nach einem Tag zu beenden. Am Dienstag legten die Streiks am bereits sechsten Tag in Folge den Verkehr lahm. Der Zug- und Metroverkehr in Frankreich steht weitgehend still, viele Flüge sind gestrichen. Viele Pendler stiegen wegen der Arbeitsniederlegungen bereits zu Wochenbeginn auf Autos-, E-Tretroller und Motorräder um und sorgten damit für riesige Staus im Großraum Paris. Gegen acht Uhr staute sich der Verkehr auf insgesamt 400 Kilometer.

Die Gewerkschaften haben für den Mittag zu großen Protestmärschen in Paris aufgerufen. Der Druck gegen die Macron-Regierung soll erhöht werden, bevor Innenminister Philippe die Rentenreform am Mittwoch im Detail vorstellt. Macron will Vorrechte für viele Berufsgruppen abschaffen und damit das Defizit der Rentenkassen abbauen. Renten sollen gekürzt und das Renteneintrittsalter erhöht werden. Doch auch am Mittwoch soll nicht Schluss sein. Die Streiks bei der Pariser Nahverkehrsgesellschaft RATP beispielsweise sollen noch bis Freitag weitergehen. Die Proteste waren am Donnerstag mit rund 2,3 Millionen Menschen noch weitaus höher, als die Proteste der Gelbwesten auf ihrem Höhepunkt vor rund einem Jahr.

Wir berichten hier weiter und verweisen auf die Hintergründe, die vor einem Jahr aufgedeckt wurden. Klicken Sie hier. 

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