Medienskandal erster Güte? Haben zwei große Blätter mit Strache-Videos in Österreich EU-Wahlen manipuliert?

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Die Auslassungen deutscher Großmedien bei der vermeintlichen Berichterstattung über brisante Vorfälle sind schon Legende. Die vermeintlich objektiven Aufreger leben häufig genug von Pics, einzelnen Sequenzen, Bildern, Vorwürfen, die das Geschehene eindimensional darstellen. Nun deutet sich an, dass Blätter wie der „Spiegel“ oder die „Süddeutsche Zeitung“ im sogenannten Ibiza-Gate um den früheren österreichischen Vizekanzler Strache am großen Rad gedreht haben. Der war in dem Skandal zurückgetreten, nachdem ein Video zeigte, dass Heinz-Christian Strache sich in unlautere Geschäfte mit der Nichte eines russischen Oligarchen verstrickte. Sehr groß berichteten ausgerechnet der deutsche „Spiegel“ und die „Süddeutsche Zeitung“ über den Fall. Kurz vor der EU-Wahl, wobei die Existenz des Videos damals bereits vorher bekannt gewesen sein soll. Nun präsentiert sich die Angelegenheit in einem anderen Licht.

Video verkürzt?

Die österreichische Justiz hält – in den Akten der Staatsanwalt – eine Abschrift vor, die weitere, bis dato nicht bekannte fünf (!) Minuten des Videos thematisiert. Darüber berichtete in Deutschland nun bis in die ersten Stunden am Samstag lediglich die „Welt“ und berief sich auf die österreichische Tageszeitung „Oe24“. Diese fünf Minuten Abschrift vom Video dokumeniteren, dass Strache offensichtlich das Angebot der Oligarchennichte sogar mehrfach ablehnte. Der „Hauptverdächtige“ habe Strache sowie dessen früheren Parteikollegen Gudenus angeboten: „Schau, sie will hören: Ich bring 270 Millionen, innerhalb von so und so viel Zeitraum bekomme ich das zurück, und ihr bekommt’s das.“ Straches Antwort: „Ja, aber das spielt’s nicht.“ Später sagt er: „No way, mach ich nicht. Und bei mir nur gerade Geschichten, ganz gerade Geschichten.“

Einen weiteren Hinweis auf Korruption in Osteuropa beantwortet Strache mit dem Hinweis: „Nein, nein. Aber jetzt sind wir ehrlich. Mit jedem anderen Scheiß machst Du Dich angreifbar, und ich will nicht angreifbar sein. Ich will ruhig schlafen. Ich will in der Früh aufstehen und sagen: Ich bin sauber.“

Gudenus wiederum sagt – so die Abschrift: „(… wir nichts Illegales machen, Punkt.“

Strache wiederum hatte, nachdem das Video in der Öffentlichkeit erschien, mehrfach gesagt, er habe „immer wieder betont“ (…) „nie etwas Unredliches machen zu wollen.“

Der Anwalt des früheren Vizekanzlers bewertet den Vorgang dahingehend, dass „Festzuhalten (sei), dass bisher nur ein kleiner Teil des Ibiza-Videos transkribiert worden ist. Die noch zu erwartende weitreichendere Transkription wird deutlicher aufzeigen, dass die Auswahl der veröffentlichten Passagen bewusst nachteilig für Heinz-Christia Strache erfolgten“.

Der „Spiegel“ und die „Süddeutsche Zeitung“ allerdings müssen sich nach Einschätzung dieser Redaktion keine Sorgen machen. Auch Qualitätsmedien dürfen „Fehler“ machen. Immer wieder. Wir dürfen gespannt sein, wie schnell sich die nächste „Spiegel“-Affäre – so sich der Fund aus der österreichischen Justiz (!) bestätigt -, verflüchtigt. Klicken Sie hier. 

 

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