London hat Angst vor europäischer Annäherung an Russland

Ein Londoner Professor spekulierte jetzt: Nach dem Zerfall der EU könnte sich um Russland ein neuer „Warschauer“ Pakt formieren. Die EU werde ohne tiefgreifende Reformen spätestens bis 2030 auseinanderfallen, prognostiziert Professor Russell Fosters vom Kings College in London. Er glaubt, dass sich osteuropäische Staaten von Westeuropa abkehren und Russland wieder zuwenden werden.

Immerhin hat die Europäische Union in jedem Fall, als ihr das Ende prophezeit worden war, am Ende doch noch weiter gelebt. Dennoch sei jetzt eine „kritische Masse“ erreicht, heißt es. Die drängenden Probleme beziehen sich auf Politik, Wirtschaft und Soziales. Deshalb würden die Einwohner innerhalb der Union das Vertrauen verlieren. Wenn es keine durchgreifenden Änderungen gebe, dann, lässt sich Foster zitieren, würde es die Union ggf. 2030 nicht mehr geben. Deshalb müsste die Gemeinschaft wieder so stark sein wie ehedem mit der EWG und keine Ausdehnung mehr vornehmen.

Auch deutsche Militärplaner halten den Zerfall der EU bis 2040 für denkbar. Zudem könnten östliche EU-Staaten sich dem „östlichen Block“ anschließen. Wird die EU zerfallen, droht eine soziale und wirtschaftliche Instabilität. Die russische Föderation könnte dann als ein stabiler und wirtschaftlich sicherer Staat für die osteuropäischen Staaten interessant werden. Es ist insofern wahrscheinlich, dass sich ehemalige Länder des Warschauer Paktes nach Osten, auf das sichere Russland orientieren werden, als auf das wirtschaftlich unberechenbare Westeuropa.

Die Militärplaner der Bundeswehr haben in einem Geheimpapier gesellschaftliche und politische Trends bis 2040 in verschiedenen Szenarien „durchgespielt“. Die Strategen stellten sich dabei auf den Zerfall der EU ein. Das Dokument „Strategische Vorausschau 2040“, das vom Verteidigungsministerium verabschiedet wurde, wird seitdem unter Verschluss gehalten. Die Szenarien fallen weitgehend düster aus. Das „schlimmste“ Szenario soll der Zerfall der EU sein.

Demnach soll Europa in zwei oder drei Jahrzehnten zunächst Bürgerkriege durchlaufen, verfallen oder gar zerfallen, um dann in die Staatsform eines Imperiums überzugehen. Dabei wäre es möglich, dass dem Staat die Herrschaft und Kontrolle in den Vororten und -städten nicht mehr gelinge. Es gebe Areas, die von anderen Gruppierungen, religiös oder ethnisch geprägt, beherrscht würden. Dies wäre erst der Anlass für viele Einwohner, sich einem starken Staat bzw. hier einem ganzen Kontinent „in die Arme zu werfen“, wie es heißt. Demgegenüber würden die Rohstoffe Russlands wiederum die Länder in Osteuropa gen Russland treiben. Genau diesen Prozess des Verfalls Europas hat Merkel vorangetrieben.

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