Lithiumabbau zerstört Länder Lateinamerikas im großen Ausmaß

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Lithium wird das „weiße Gold“ genannt. Der wertvolle, weil seltene Rohstoff, wird für die Herstellung von Batterien und Akkus für Handys, Tablets und Computer benötigt. Auch in Batterien von Elektro-Autos wird das seltene Metall eingesetzt. Wie wir wissen, soll der weltweite Verkauf von Elektro-Autos vorangetrieben und die Nutzung von Autos mit herkömmlichen Verbrennungsmotoren gedrosselt und irgendwann mutmaßlich verboten werden. Doch bereits jetzt zeichnet sich bei Lithium eine wachsende Knappheit ab – mit möglichen Folgen für die Versorgung von Herstellern und Kunden, auch in Deutschland – zumal der Wirtschaftsgigant China versucht, weltweit Zugriff auf immer größere Vorkommen zu erhalten, um die eigene Industrie besser gegen Preisschwankungen abzusichern.

Lithium-Abbau: E-Auto-Wahn  auf Kosten anderer…

Das sogenannte Dreiländereckt Chile, Argentinien und Bolivien wird bereits heute für den Lithiumabbau ausgebeutet. Am Salzsee von Uyuni im bolivianischen Hochland gibt es die wohl größten Lithium-Reserven der Welt. Aber auch Peru hat große Vorkommen des seltenen Metalls. Die Ausbeutung des Rohstoffs schafft Umweltprobleme ungeahnten Ausmaßes. In Bolivien hatte sich Indien die Ausbeutung von Lithium gesichert. Vor den Indern waren 2016 bereits die Chinesen da. Dann kamen die Deutschen. Im bolivianischen Hochland sollen nun drei Batterie-Fabriken gebaut werden. Die schwäbische Firma ACI Systems Alemania hat mit dem bolivianischen Staatskonzern Yacimientos de Litio Bolivianos ein Joint Venture. Der Produktionsbeginn ist für 2021 geplant. Die Förderung soll 70 Jahre laufen.

Das chilenische Lithium liegt in der Atacama-Wüste. Es wird bereits in großen Mengen gefördert, Chile ist der zweitgrößte Produzent der Welt. Dabei werden all die Probleme deutlich, die der Abbau des Rohstoffs mit sich bringt. Denn die Bevölkerung Chiles wird kaum vom Lithium-Abbau profitieren. Zudem ist ein Kampf um Wasserrechte in der Wüste entbrannt, denn um Lithium zu gewinnen, werden riesige Mengen Wasser benötigt.

In der Atacama Wüste pumpt man Wasser aus dem Untergrund an die Oberfläche und leitet es in Verdunstungsbecken. Hat das Lithiumchlorid dort die nötige Konzentration erreicht, wird die Lösung in eine Aufbereitungsanlage geleitet, wo Bor und Magnesium herausgefiltert werden. Dann wird die Lösung mit Natriumcarbonat behandelt. Das ausgefällte Lithiumkarbonat wird gefiltert und getrocknet.

Bei diesem Prozess braucht man insgesamt zwei Millionen Liter Wasser für die Herstellung von einer Tonne Lithiumsalz. Das hat in der Atacama Wüste bereits zum Absinken des Grundwasserspiegels geführt. Flussläufe trocknen aus, die zumeist indigene Bevölkerung hat kaum noch Wasser zum Leben. Außerdem sterben die Johannisbrotbäume, Wüstenbäume die normalerweise sehr wenig Wasser brauchen. Ihr Vertrocknen deutet auf das massive Absinken des Wasserspiegels hin.

Die Aussicht auf den erweiterten Lithium-Abbau beunruhigt die indigene Bevölkerung. Denn Chiles Indigene haben kaum formelle Eigentumsrechte an ihrem angestammten Land. Zudem hat niemand die Einheimischen gefragt, ob sie mit dem Lithium-Abbau einverstanden sind. Niemand hat mit ihnen über die Auswirkungen gesprochen, die der Abbau auf die Wasserquellen in der Region haben wird und jetzt schon hat. Nicht nur das Abpumpen hat Folgen für das Grundwasser und die Wasserversorgung in der Region. Der Einsatz von Chemikalien zur Gewinnung des Lithiums verursacht Umweltverschmutzungen ungeahnten Ausmaßes. Die Klima-Debatten-Industrie in Deutschland in den großen Medien wie teils auch in den Parteien möchte davon jedoch nichts wissen, wie wir hier dokumentieren. Hier dominiert das Interesse an den E-Autos. Selbst die Erwartungen in diesem Segment jedoch werden mit hoher Sicherheit nicht erfüllt…

 

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