Klima spielte schon immer „verrückt“: Mittelalterliche Warmzeit und Mini-Eiszeiten

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Bis vor zwei Jahren waren die Mainstream-Medien noch in der Lage, objektiv über die natürliche Entwicklung und Entstehung von klimatischen Schwankungen zu berichten. Das Lesen eines nicht ideologisierten Artikels vom 08.01.2017 in der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ ist eine wahre Wohltat für den gesunden Menschenverstand.

Darin wird als Ursache für die globalen Klimaveränderungen und die Mini-Eiszeiten in Europa eine während dieser Periode deutlich verringerte Sonneneinstrahlung genannt. Demnach hat eine internationale Forschergruppe der Universität Bern in verschiedenen Klimaarchiven sogar noch kältere Perioden entdeckt. Während der Zeitraum zwischen 1600 und 1750 als „Kleine Eiszeit“ beschrieben wird, fanden die Berner Forscher eine kurze Zeitspanne von etwa zehn Jahren zwischen 1430 und 1440, die die kälteste Periode in den vergangenen tausend Jahrzehnten gewesen sein könnte.

Dieses äußerst kalte Jahrzehnt fiel in einen fast das ganze 15. Jahrhundert andauernden Zeitraum, in dem aufgrund natürlicher Schwankungen in der Sonne die Einstrahlung auf die Erde geringer war als üblich – ganz ähnlich wie 200 Jahre später. Die Forscher waren bis dahin der Ansicht, dass die Temperaturen im Minimum des 17. und 18. Jahrhunderts deutlich geringer ausgefallen waren als während des ausgehenden Mittelalters. Für ihre Untersuchungen hatte die Forschergruppe, zu der auch Wissenschaftler der Universitäten Heidelberg, Mainz und Gießen gehörten, auf 16 verschiedene Archive zurückgegriffen, die Informationen über das Klima vor 600 Jahren enthalten. Darunter befinden sich Bohrkerne aus dem Eis in Grönland und in verschiedenen europäischen Gletschern, Bohrkerne aus den Sedimenten von Binnenseen sowie Baumringe und Kalziumablagerungen in Tropfsteinhöhlen. Zusätzlich werteten die Forscher historische Aufzeichnungen über das Wetter der damaligen Zeit aus.

Die Kälte in Frankreich, Deutschland und den Beneluxländern in den dreißiger Jahren des 15. Jahrhunderts sowie die verregneten Sommer dieser Mini-Eiszeit führten zu zahlreichen Missernten und großen Hungersnöten. Unter der unterernährten Bevölkerung brachen Seuchen aus. Die Mini-Eiszeit in Europa im 17. Jahrhundert und die damit verbundenen Missernten und Hungersnöte führten zu den großen Auswandererwellen nach Amerika, die bis Anfang des 20. Jahrhunderts anhielten.

Bevor im späteren Mittelalter die erste Mini-Eiszeit auftrat, wurde Europa im frühen Mittelalter, etwa von 950 bis 1250 nach Christus von der sogenannten „mittelalterlichen Warmzeit“ beherrscht. Auf der Nordhemisphäre der Erdkugel herrschten überdurchschnittlich hohe Temperaturen. Die mittelalterliche Warmzeit wird auch als Klimaoptimum bezeichnet. Während dieser Warmzeit war die solare Sonneneinstrahlung aufgrund der hohen Sonnenaktivität besonders hoch. Die Blütezeiten des Römischen Reiches und des Deutschen Reiches fielen in solche Warmzeiten. Schlechte Zeiten wie Völkerwanderungen, Pest und der Dreißigjährige Krieg ereigneten sich in Phasen kalten Klimas. Interessante Perspektiven, die wir hier erweitern – klicken Sie einfach.

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