Jens Spahn: Ein Fall für den Untersuchungsausschuss?

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Jens Spahn versucht sich aktuell in einer Rolle, die ihm nicht auf den Bauch geschneidert scheint: Als „Gesundheitspolitiker“. Der Bankkaufmann hat sich vor dem Ausbruch der Corona-Krise vor allem zwei Fragen öffentlich gewidmet: Der Masern-Impfpflicht und der Schließung kleinerer Krankenhäuser. Zumindest das erste Thema brachte ihm den Beinamen „Pharmaminister“. Die Corona-Krise zeigte nach Meinung von Kritikern, dass er das Geschäft einer solchen Pandemie oder auch Nicht-Pandemie in keiner Weise verstand. Alleine die Fehlleistungen auf der Zeitleiste sind wenig beeindruckend.

Spahn: Nichts, nichts, nichts

Ende Januar gab es bereits zahlreiche Meldungen über die möglichen Corona-Schwierigkeiten. Jens Spahn beschwichtigte. Die Angst vor dem Virus, so der Minister, sei „gefährlicher als das Virus selbst“. Diese These vertrat später besonders prominent Donald Trump, der dafür in den hiesigen Medien als lächerlicher Trottel, als Gesundheitsgefährder gebrandmarkt worden ist.

Spahn kam zunächst ungestraft davon. Vielleicht hat er sogar Recht gehabt. Offenbar aber hatte er zumindest das Spiel und seine Regeln nicht verstanden. Denn jetzt, da die Regierung seit Wochen nach Meinung von Kritikern deutlich überreagiert, lässt er sich dafür ganz offensichtlich feiern.

Februar-Tiefschlag

Im Februar hatte er die Zeichen der Zeit noch immer nicht erkannt. Das RKI, das Robert-Koch-Institut, beschwichtigte hinsichtlich der Gefahren für das Volk, diese sei „sehr gering“ bis hin zu „gering“. Das stimmt natürlich selbst dann nicht, wenn das Corona-Virus mit einem normalen Virus zu vergleichen wäre. Mehrere tausend Tote, die teils auf das Corona-Virus zurückzuführen sind und waren, hätten zumindest eine Reaktion erfordert.

Nur Spahn reagierte – nicht. Schutzkleidung und Masken fehlten und fehlen teils bis heute noch. Spahn reagierte anders: Legendär seine Empfehlung, „nicht mehr nach Nordrhein-Westfalen zu reisen“. Dort tobte das Virus wahrscheinlich karnevalsbedingt bereits heftiger. Besonders spektakulär aber die Spahnsche Fake News über Fake News. Das ZDF zeigt heute noch, dass das Bundesgesundheitsministerium am 14. März vor Nachrichten warnte, die Regierung plane weitere Einschränkungen im Zuge der Corona-Pandemie.

Diese Regierung also hat weitere Maßnahmen durchgeführt, und zwar genau jene, die damals als „Fake News“ umhergingen. Glauben Sie der Regierung noch ein Wort, wenn es Sie beruhigt? Dann lesen Sie hier weiter.

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