Hexenjagd auf Diesel: Mächtige Lobby finanziert Klagen

Umweltschützer deckten schon vor Jahren manipulierte Abgas-Werte auf. Die Untätigkeit der Behörden resultierte letztlich im Diesel-Skandal. Ein Motoren-Forscher meint, dass der Diesel viel sauberer sei, als sein Ruf und kritisiert die Umwelt-Lobby, die Klagen für einen Diesel-Stopp finanziert, massiv.

Autohersteller und Behörden haben jahrelang zugelassen, dass Abgasmessungen systematisch und mit staatlicher Duldung manipuliert wurden. Umwelt-Organisationen prangerten dies bereits vor zehn Jahren an, doch die Verantwortlichen taten nichts. Obwohl die Messungen starke Abweichungen zwischen offiziellen und tatsächlichen Abgaswerten zeigen, hält der Motoren-Entwickler Dr. Thomas Koch die Kritik für überzogen.

Koch meint, es gehe hier weniger um neue Erkenntnisse, sondern vielmehr um eine Kampagne gegen den Diesel. Auch VDA-Präsident (Verband der Automobilindustrie) Wissmann meint, der Diesel sei besser, als sein derzeitiger Ruf. Die Industrie ringe nun um das Vertrauen der Kunden. Von einer Verschwörungstheorie wie etwa einem amerikanischen Wirtschaftskrieg halte Wissmann nichts. Klar sei aber, dass es eine Anti-Diesel-Lobby gebe, die von Nichtregierungsorganisationen angeführt werde. Die Infragestellung der Dieseltechnologie sei unberechtigt. Zudem dürfe man die Abgasmanipulationen von VW nicht mit den Abgasmessungen der europäischen Norm vermischen.

Bei den bundesweiten Klagwellen gegen die Diesel-PKW ist die Deutsche Umwelthilfe (DUH) mit ganz vorne dabei. Der Verein hat jetzt Antrag auf Zwangsvollstreckung gegen das Land NRW gestellt. Ab 2019 soll es in Düsseldorf Fahrverbote für alle Euro 5-Diesel geben. Die DUH fordert, nicht nur einzelne Straßen zu sperren, sondern komplette Verbotszonen einzurichten. NRW lehnte bislang Diesel-Fahrverbote als unverhältnismäßig ab. Hamburg hat als erste Stadt bereits Diesel-Fahrverbote umgesetzt und überwacht diese nun per Massen-Kontrolle von Autofahrern.

Nach Angaben des Umweltbundesamtes hat die Schadstoff-Belastung in den vergangenen Jahren deutlich abgenommen. Dennoch gibt es an vielen Messstellen in Großstädten noch immer Überschreitungen der Grenzwerte von Stickoxiden. Mit der neuen Generation der Diesel 6-Motoren wird ein deutlicher Rückgang der Emissionen erwartet.

Die Deutsche Umwelthilfe wird bei ihren Klagen von dem mächtigen Lobby-Verband „ClientEarth“ mit Sitz in London unterstützt. Das international agierende Anwalts-Netzwerk sieht sich als Nichtregierungsorganisation und finanziert Klagen von Umweltverbänden. ClientEarth macht Lobby-Arbeit für den Ausbau von Elektrofahrzeugen, in die Investoren derzeit viele Milliarden stecken.

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