Giftanschlag auf Skripal: Polizei will russische Täter identifiziert haben

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Die britische Polizei behauptet, die mutmaßlichen Täter, die den ehemaligen Doppelagenten Sergej Skripal und seine Tochter vergiftet haben, identifiziert zu haben. Dies berichtete heute die britische Nachrichtenagentur Press Association. Demnach sollen die Ermittler mehrere russische Staatsangehörige im Verdacht haben. Sie sollen den Anschlag verübt haben. Die mutmaßlichen Täter sollen durch die Auswertung von Videoüberwachungskameras identifiziert worden sein. Diese wurden mit Videos der Einreisebehörden abgeglichen, so die Meldung von PA.

Mehrere Russen sollen an dem Giftanschlag mit Nowitschok beteiligt gewesen sein. Die Polizei sucht derzeit nach den Verdächtigen. Sowohl die britischen Behörden als auch die britische Regierung bezichtigt Moskau seit dem Vorfall direkt, den Anschlag auf den Ex-Geheimagenten in Auftrag gegeben zu haben. Skripal saß vor Jahren in einem russischen Gefängnis und soll nach seiner Freilassung für europäische Geheimdienste als Informant und Berater gearbeitet haben. Dies soll für den Kreml der Grund für den Giftanschlag gewesen sein, behaupten die Medien.

Anfang März waren Sergej Skripal und seine Tochter bewusstlos auf einer Parkbank in Salisbury gefunden worden. Wo sich die beiden aktuell aufhalten, ist nicht bekannt. Anfang Juli ereignete sich ein weiterer „Nowitschok-Fall“ in der Gegend um Salisbury. Ein Paar soll mit einem Behälter in Kontakt gekommen sein, das Nowitschok enthielt. Die Ermittler teilten den Medien mit, „das Paar könnte im einem Park oder im Stadtzentrum von Salisbury eine Parfumflasche mit Nowitschok gefunden haben und sich das Nervengift direkt auf die Haut gesprüht haben“.

Die Frau soll kürzlich an den Folgen des Kontaktes zu dem Nervengift gestorben sein. Die Flasche mit dem Nervengift soll in dem Haus des Paares gefunden worden sein. Bislang gingen die britischen Ermittler nicht von einem Anschlag auf das Paar aus. Wie die beiden Personen jedoch mit dem Nervengift in Berührung gekommen sind, müsse noch genauer untersucht werden.

Amesbury, wo die beiden Personen aufgefunden wurden, liegt nur wenige Kilometer von Salisbury entfernt. Der Fundort der beiden Personen ist zudem nur wenige hundert Meter vom britischen Chemiewaffenlabor „Porton Down“ und nur wenige Meter vom Grenzzaun des Militärstützpunktes „MoD Boscombe Down“ entfernt, der mittlerweile von einem privaten Rüstungsunternehmen betrieben wird.

All diese Informationen wurden in den Medien nicht kommuniziert. Ob es sich bei dem „Zwischenfall“ um einen Anschlag oder Unfall handelt, müssen die eingeleiteten Laboruntersuchungen ergeben.

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