Frankreich geht auf die Barrikaden: 1 Million Streikende und 500.000 Demonstranten

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In Frankreich sind am Donnerstag etwa eine halbe Million Menschen auf die Straßen gegangen, um gegen die geplante Rentenreform der Macron-Regierung zu protestieren. Etwa eine Million Menschen legte die Arbeit zum Streik nieder. Das ganze Land war lahmgelegt und in Paris kam es zu schweren Ausschreitungen. Das Land steht kurz vor einem Bürgerkrieg. Verantwortlich dafür ist die menschenverachtende Politik Macrons, der Renten kürzen und das Renteneintrittsalter erhöhen will.

Die französischen Behörden haben voller Bangen auf diesen Tag geblickt. Zahlreiche Gewerkschaften hatten angesichts der geplanten Rentenreform zu branchenübergreifenden Streiks aufgerufen. Auch im öffentlichen Dienst, in Krankenhäusern und der Justiz fanden Streiks statt. Sehenswürdigkeiten blieben geschlossen, bei der französischen Bahn SNCF legte mehr als die Hälfte der Mitarbeiter die Arbeit nieder. Auch etliche Lehrer traten in Streik. Die Gewerkschaften wollen ihren Streik fortsetzen, da die Regierung bislang nicht reagierte.

Am Donnerstagmorgen waren die Pariser Bahnhöfe beinahe menschenleer. Der Verkehr von Paris aus ins ganze Land war praktisch tot. Die französische Hauptstadt wirkte zunächst eher verlangsamt, als chaotisch. Läden und Restaurants waren zwar geöffnet, aber auf vielen Boulevards war wesentlich weniger Verkehr als üblich, auch die üblichen Staumeldungen blieben erstaunlich kurz. Die wenigen Metrolinien der Pariser RATP, die sporadisch fuhren, waren wenig besetzt. Trotz eisiger Temperaturen stiegen viele Pariser aufs Fahrrad um. Doch viele nutzten den Tag offenbar um zu Hause zu bleiben. Das vermutete Verkehrschaos in der Hauptstadt blieb daher aus.

Viele Eltern mussten sich jedoch um ihre Kinder kümmern, da 78 Prozent der Grundschullehrer streikten; auch viele Kinderkrippen blieben geschlossen. Erst am Nachmittag kam es zu Demonstrationen wütender Gewerkschaften, Gelbwesten und Bürger. Rund 6000 Polizisten waren in Paris im Einsatz. Vermummte randalierten und zündeten Fahrräder, Mülleimer, Autos und Bushaltestellen an. Die große Mehrheit der Demonstranten jedoch blieb friedlich, hieß es laut Medienberichten.

Dass der Widerstand gegen die geplante Rentenreform groß sein würde, zeichnete sich bereits ab. Bislang zeigte sich die Macron-Regierung unnachgiebig und kompromisslos. Deshalb wollen die Gewerkschafter weiter streiken. Doch für viele Franzosen richtete sich der Protest nicht nur gegen die Rentenreform, sondern gegen die Politik von Macron im Allgemeinen. In einer Umfrage sagten 64 Prozent der befragten Franzosen, dass die Macron nicht trauen. Man befürchtet, dass die Rente nicht gerechter wird, sondern schlicht weniger. In den Krankenhäusern wird schon länger gestreikt, das Personal ist unterbezahlt. Auch die Polizei hatte im Herbst zu Demonstrationen aufgerufen, um auf Überstundenberge aufmerksam zu machen. Studenten protestieren, weil sie nicht wissen, wie sie in Frankreichs Großstädten ihre Mieten zahlen sollen.

Die Regierung Macron gilt schon lange als gescheitert. Die „Begeisterung“ für den neuen Präsidenten nach seiner Wahl im Jahr 2017 hielt nicht einmal ein Jahr an. Macron regiert noch keine ganze Amtszeit und schon seit über einem Jahr protestieren die Gelbwesten gegen den Präsidenten. Dennoch ist Macron ist weder bereit, seine Politik zu ändern, noch zurückzutreten. Das hat er mit Merkel gemein. Beide zerstören die Länder, für dessen Schutz und Wohlergehen sie bei ihrer Inauguration einen Eid geschworen haben. Die Franzosen lassen sich das nicht gefallen. In Deutschland schläft man einfach weiter.

 

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