Frankfurter Bahnhof-Mord: Eltern fordern neue Ermittlungen

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Der kaltblütige Mord an dem 8-jährigen Jungen, der am 29. Juli 2019 von einem Eritreer am Frankfurter Hauptbahnhof vor einen einfahrenden ICE auf die Bahngleise gestoßen worden ist, ist unvergessen. Die grausame Tat schockierte nicht nur ganz Deutschland, sondern sorgte auch in Europa und den USA für Schlagzeilen.

Die Frankfurter Staatsanwaltschaft hatte den gewaltsamen Tod des Jungen als Totschlag eingestuft und nicht als Mord. Der Rechtsanwalt, der die Eltern des getöteten Kindes vertritt, war entsetzt: „Es war ein heimtückischer Mord!“ Ulrich Warncke sagte dem „Focus“: „Ich habe die Einstufung der Staatsanwaltschaft mit großer Verwunderung zur Kenntnis genommen und kann sie nicht nachvollziehen.“ Sowohl er als auch die Eltern waren von Mord ausgegangen. „Wenn jemand sein Opfer von hinten mit Anlauf vor einen einfahrenden Zug stößt, dann ist das ein klassischer, heimtückischer Mord. Klassischer geht es gar nicht!“

Diese Meldung macht fassungslos und lässt die Zweifel am Rechtsstaat weiter wachsen. Die Staatsanwaltschaft macht aus dem Mord einen Totschlag, so als ob der Täter einen Menschen getötet habe, ohne ein Mörder zu sein. So wie die Tötung vonstatten gegangen ist, kann man kaum von Totschlag sprechen. Der Täter hat in voller Absicht gehandelt, wie der Rechtsanwalt hier unterstellt.

Hinzu kommt, dass die Staatsanwaltschaft gegen den 40 Jahre alten Beschuldigten keine Anklage erhoben, sondern eine Antragsschrift zur dauerhaften Unterbringung in der Psychiatrie eingereicht hat. Dieser Mann entgeht dadurch nicht nur seiner gerechten Strafe, sondern wird vermutlich noch auf Jahre in der Psychiatrie auf Kosten der Steuerzahler „behandelt“. Der Afrikaner soll angeblich an paranoider Schizophrenie leiden.

Der Fall erweckt bei inzwischen zahlreichen Beobachtern vielmehr den Eindruck, dass Straftaten, vorzugsweise von Asylanten und Asylbewerbern, die als „Flüchtlinge“ deklariert werden, systematisch wegpsychologisiert werden sollen. Der Verdacht entsteht, dass psychische Krankheit zum Synonym für jederzeitige Strafunmündigkeit wird, in dem die individuelle Verantwortlichkeit praktisch aufgehoben wird. So bleibt die Öffentlichkeit fassungslos vor der Feststellung der Staatsanwaltschaft, dass der Bahnsteigmord der Fall eines „Mordes ohne Mörder“ sein soll.

Die Eltern des ermordeten Jungens wollen sich jedoch mit diesem Urteil nicht abfinden. Sie haben nun umfangreiche Nachermittlungen beantragt. Rechtsanwalt Warnke sagte: „Alle Fakten müssen auf den Tisch. Bei einem solch schrecklichen Verbrechen darf keine Frage offenbleiben.“

Die Eltern fordern nun die „Krankenakte“ des Eritreers aus der Schweiz an. Der Mann hatte seit 2006 in der Schweiz gelebt und war dort wegen „psychischer Probleme“ behandelt worden, wie es hieß. Warnke sagte dem „Focus“: „Vieles spricht dafür, dass die Einschätzung des Gutachters bezüglich der Schuldfähigkeit richtig ist. Aber solange nicht alle Fakten auf dem Tisch liegen, können wir nicht hundertprozentig sicher sein.“

Der Anwalt fordert zudem eine vollständige Überprüfung des Videomaterials vom Hauptbahnhof. Neben der Frage, ob tatsächlich verfügbare Kameras ausgeschaltet waren und sämtliche Bilder ausgewertet wurden, gehe es um den genauen Ablauf des Geschehens vor, während und nach der Tat: „Wir bestehen darauf, dass alles minutiös rekonstruiert wird.“

Der Rechtsanwalt weiter: „Es handelt sich hier um kein normales Tötungsdelikt, sondern um eines der grässlichsten Verbrechen, das wir in den letzten Jahrzehnten in Deutschland hatten.“ Es wäre fatal, wenn nach dem Prozess und einem rechtskräftigen Urteil „bestimmte Fragen offenbleiben würden, weil sie niemand rechtzeitig gestellt hat“. Wir werden den Fall – da er offensichtlich in vielen Medien weitgehend verschwindet – hier verfolgen.

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