Er wäre heute der deutsche Kaiser

1 Star2 Stars3 Stars4 Stars5 Stars (6 votes, average: 5,00 out of 5)
Loading...

Die Regentschaft von Wilhelm dem II, dem letzten deutschen Kaiser, endete im Jahr 1918, kurz nach dem Ende des Ersten Weltkrieges. Der Kaiser wurde zum Rücktritt gezwungen. Sein Ururenkel ist der 43-jährige Georg Prinz Friedrich von Preußen, Chef des Hauses Hohenzollern, einer deutschen Hochadels-Dynastie. Das Stammhaus der Hohenzollern ist die Burg Hohenzollern, die im Hohenzollernalbkreis in der Nähe von Tübingen liegt. Hätten wir heute noch eine Monarchie, wäre Georg Friedrich von Preußen heute unser Kaiser.

Der studierte Betriebswirt lebt heute in Potsdam im Stadtteil Babelsberg. Prinz Georg Friedrich heiratete 2011 Prinzessin Sophie von Isenburg aus Birstein. Die beiden haben vier Kinder. Der Prinz von Preußen lebt fast wie ein normaler Mensch als Unternehmens- und Existenzgründungsberater in Potsdam. In Potsdam haben Georg Friedrichs Vorfahren gewohnt und geherrscht. Schloss Sanssouci, Schloss Cecilienhof, das Marmorpalais im Neuen Garten sowie Schloss Charlottenhof liegen direkt um die Ecke. Dort lebt die Familie allerdings nicht in einem Palast, sondern in einem gemieteten Haus.

Georg Friedrich sagte: „Ich bin in einem Häuschen in Fischerhude aufgewachsen und war der glücklichste Mensch. Das Letzte, was ich brauche, um mich zu definieren, ist ein Schloss.“  Dennoch gibt es seit einiger Zeit Streit zwischen dem Hohenzoller und der BRD. Georg Friedrich erhebt unter anderem Ansprüche auf ein Wohnrecht in Schloss Cecilienhof in Potsdam. Grundlage für die Ansprüche sei eine Erbfolgeregelung mit verfassungsfeindlichen Motiven.

Der Kronprinz schreibt dazu selbst auf seiner Webseite www.preussen.de: „Intensiv wird darüber berichtet, dass wir derzeit mit Berlin und Brandenburg über eine Entschädigung für die Enteignungen verhandeln, die unsere Familie unter sowjetischer Besatzung erfahren hat („Ausgleichsleistungs-Verfahren“). Gewiss war die Trennung von öffentlichem und privatem Vermögen ein denkbar schwieriges Unterfangen, aber seit 1926, also seit fast einhundert Jahren, handelt es sich bei den Besitztümern meines Hauses um reines Privatvermögen, das sich juristisch nicht von anderen familiären Privatvermögen unterscheidet.“

„Im Folgenden möchten wir Ihnen einen Überblick über die historischen Aspekte der öffentlich-rechtlichen Ansprüche geben, die vor bald dreißig Jahren erstmalig angemeldet wurden. D ie aktuelle Fragestellung führt in die Zeit unmittelbar nach 1945, denn es geht um einen Sachverhalt, der in den ersten Jahren nach dem Zweiten Weltkrieg auf dem Gebiet der Sowjetischen Besatzungszone (SBZ) entstanden ist. Die Sowjetische Besatzungsmacht hat damals in ihrem Herrschaftsgebiet hunderttausende Menschen entschädigungslos enteignet. Weitere Enteignungen erfolgten durch die DDR. Das galt auch für die Familie Hohenzollern, die in dieser Zeit einen Großteil ihres Privatvermögens verloren hat. Heute stehen staatliche Stellen und die Betroffenen bzw. ihre Erben vor der Aufgabe, die Folgen der Enteignungsaktionen zu klären.“

„Nach der Wiedervereinigung haben viele tausend Anspruchsteller vergleichbare Rechte geltend gemacht, darunter auch die Hohenzollern: Vermögensgesetz von 1990 (VermG) und im Entschädigungs- und Ausgleichsleistungsgesetz von 1994 (EALG). Aus dem Gesetz ergibt sich ein rechnerischer Anspruch auf Ausgleichsleistungen in Höhe von 1,2 Mio. €. Hierbei handelt es sich um einen von der zuständigen Behörde ermittelten Betrag. Darüber hinaus eröffnet das Gesetz für die Enteigneten die Möglichkeit, land- und forstwirtschaftliche Flächen zurückzuerwerben. Das Gesetz von 1994 sieht außerdem die Rückgabe von beweglichen Gütern (Mobilien) vor, sofern sie sich in den entsprechenden Häusern befunden haben. Für alle betroffenen Mobilien besteht grundsätzlich ein Rückgabeanspruch.“

„Die Familie hat allerdings wiederholt öffentlich deutlich gemacht, dass es ihr im Rahmen einer umfassenden gütlichen Einigung nicht darum geht, solche Ansprüche umfänglich durchzusetzen. Das Haus Hohenzollern möchte im Einvernehmen mit den beteiligten Institutionen und staatlichen Stellen in verbindlicher Form sicherstellen, wie mit den betroffenen Mobilien, etwa unter konservatorischen Aspekten, umgegangen wird, und wo sie letztlich verbleiben sollen. Dabei sind die Interessen aller Beteiligten zu berücksichtigen.

„Grundsätzlich ist die Rückgabe von Immobilien durch das Entschädigungs- und Ausgleichsleistungsgesetz von 1994 (EALG) geregelt. Die Möglichkeiten sind sehr restriktiv. Sowohl von der Regierung in Potsdam als auch von der Stiftung Preußischer Schlösser und Gärten Berlin/Brandenburg hat es konkrete Angebote gegeben, im Rahmen einer Vergleichslösung Liegenschaften an die Familie (zurück) zu übertragen. Bereits zu DDR-Zeiten hatte es entsprechende konkrete Überlegungen gegeben, der Familie ein Wohnrecht auf Schloss Cecilienhof anzubieten. Die Frage des Wohnrechts ist also keine „Erfindung“ der Familie.“

Georg Friedrich beklagte in einem Interview mit der „Welt am Sonntag“, dass Informationen zu den Verhandlungen um das Erbe der Hohenzollern leider „sehr selektiv“ an die Medien weitergegeben werden. Dies habe zu teils heftiger Kritik an den Hohenzollern geführt. Wir dürfen gespannt sein, wie der Streit vor Gericht ausgehen wird. Kritiker sind der Ansicht, dass Georg Friedrich Prinz von Preußen nach dem Untergang des Kaiserreiches heute nach dem geltenden Völkerrecht der einzige rechtmäßige Souverän wäre, einen Friedensvertrag für Deutschland mit den Siegermächten von 1945 zu unterzeichnen. Angesichts der von Putin geplanten Weltmächtekonferenz, die am 9. Mai stattfinden soll, dürfen wir über eine mögliche Neugestaltung Deutschlands und Europas gespannt sein. Mehr dazu lesen Sie hier.

Diese und tausende andere News finden Sie ab jetzt auch auf Krisenfrei.de
  • Deutschlands größte alternative Suchmaschine
  • Über 2000 News aus allen TOP Quellen
  • Unabhängig und Übersichtlich
>>> JA, ich möchte alle alternativen News auf einen Blick