Drosten erhält massiven Gegenwind von namhaften Wissenschaftlern

Ein internationales Konsortium von Biowissenschaftlern hat einen Brief an den Redaktionsausschuss von „Eurosurveillance“ geschrieben und fordert, die am 23. Januar 2020 getätigte Veröffentlichung des von Christian Drosten (und weiteren Autoren) angefertigten Papiers (Publikation) zurückzuziehen. „Eurosurveillance“ ist eine wissenschaftliche Fachzeitschrift, die vom europäischen Zentrum für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten veröffentlicht wird und sich mit Epidemiologie befasst. Das von Dr. Pieter Borger (Molekularbiologe aus Holland) verfasste Schreiben bezieht sich auf den Ursprung des PCR-Tests, welcher inzwischen weltweit Anwendung findet und u.a. als Grundlage für die Corona-„Infektionszahlen“ genommen wird.

Die Publikation von Drosten wurde am 21. Januar 2020 eingereicht und bereits am 23. Januar veröffentlicht – in nie dagewesener Geschwindigkeit. Das Konsortium der Biowissenschaftler bezieht sich konkret auf die Publikation (Papier) „Detection of 2019 novel coronavirus (2019-nCoV) by real-time RT-PCR“. Das Papier beschreibt eine RT-PCR-Methode zum Nachweis des „neuartigen Corona-Virus“, auch als SARS-CoV2 bekannt. Nach sorgfältiger Prüfung „stellt das internationale Konsortium von Biowissenschaftlern fest, dass das Drosten-Papier im Hinblick auf sein biomolekulares und methodisches Design schwerwiegende Mängel aufweist“.

Wissenschaftler-Konsortium präsentiert Gegen-Argumentation

Eine detaillierte wissenschaftliche Argumentation hat das Wissenschaftler-Konsortium in dem Bericht „External peer review of the RTPCR test to detect SARS-CoV2 reveals 10 major scientific defaults at the molecular and methodological level: consequences for false positive results (deutsch: Externe Begutachtung des RT-PCR-Tests zum Nachweis von SARS-CoV2 zeigt 10 wissenschaftliche Mängel auf molekularer und methodischer Ebene auf: Konsequenzen für falsch positive Ergebnisse) dargestellt, welcher zur Veröffentlichung bei „Eurosurveillance“ eingereicht wurde. Das Konsortium hat seine Begutachtung ebenfalls im Internet veröffentlicht.

Die Biowissenschaftler bemängelt zudem die Geschwindigkeit, mit welcher das Papier veröffentlicht wurde. Einreich- und Annahmedatum sei der 21. und 22. Januar gewesen. Das Papier wurde bereits am 23. Januar veröffentlicht. In Anbetracht der schwerwiegenden Fehler im Design und in der Methodik des RT-PCR-Tests, welche von „Eurosurveillance“ veröffentlicht wurde, wirft dies die Frage auf, ob das Papier überhaupt einem Peer-Review (externe Begutachtung) unterzogen wurde. Einer früheren Bitte von Dr. Borger an die Herausgeber von „Eurosurveillance“, den Peer-Review-Bericht des Drosten-Papiers zur Verfügung zu stellen, sei nicht entsprochen worden, heißt es in dem Brief weiter.

Das Konsortium sei aber „zuversichtlich“, dass die wissenschaftlichen Einwände „ernst genommen“ würden und dass „Eurosurveillance“ erkenne, dass es keine andere Alternative gebe, als das Drosten-Papier zurückzuziehen, schreibt Dr. Borger. Folgende Wissenschaftler gehören dem Konsortium der Biowissenschaftler an: Pieter Borger, Bobby Rajesh Malhotra , Michael Yeadon, Clare Craig, Kevin McKernan, Klaus Steger, Paul McSheehy, Lidiya Angelova, Fabio Franchi, Thomas Binder, Henrik Ullrich, Makoto Ohashi, Stefano Scoglio, Marjolein Doesburg-van Kleffens, Dorothea Gilbert, Rainer Klement, Ruth Schrüfer, Berber W. Pieksma, Jan Bonte, Bruno H. Dalle Carbonare, Kevin P. Corbett, Ulrike Kämmerer.

Abstract aus der wissenschaftlichen Argumentation mit der Forderung, das Papier zurückzuziehen:

„In der Drosten.Publikation mit dem Titel „Detection of 2019 novel coronavirus (2019-nCoV) by real-time RT-PCR“ (Eurosurveillance 25(8) 2020) stellen die Autoren einen diagnostischen Arbeitsablauf und ein RT-qPCR-Protokoll für den Nachweis und die Diagnostik von 2019-nCoV (jetzt bekannt als SARS-CoV-2) vor, von dem sie behaupten, dass es validiert ist und eine robuste diagnostische Methodik für den Einsatz in Labors des öffentlichen Gesundheitswesens darstellt.

Angesichts aller Konsequenzen, die sich aus eben dieser Publikation für die Gesellschaften weltweit ergeben, führte eine Gruppe unabhängiger Forscher eine Punkt-für-Punkt-Überprüfung der genannten Publikation durch, bei der 1) alle Komponenten des vorgestellten Testdesigns gegengeprüft wurden, 2) die RT-qPCR-Protokollempfehlungen im Hinblick auf die gute Laborpraxis bewertet wurden und 3) die Parameter anhand der einschlägigen wissenschaftlichen Literatur in diesem Bereich untersucht wurden.

Das veröffentlichte RT-qPCR-Protokoll zum Nachweis und zur Diagnostik von 2019-nCoV und das Manuskript weisen zahlreiche technische und wissenschaftliche Fehler auf, darunter ein unzureichendes Primerdesign, ein problematisches und unzureichendes RT-qPCR-Protokoll und das Fehlen einer genauen Testvalidierung.

Weder der vorgestellte Test noch das Manuskript selbst erfüllen die Anforderungen für eine akzeptable wissenschaftliche Publikation. Auch ernsthafte Interessenkonflikte der Autoren werden nicht erwähnt. Schließlich deutet die sehr kurze Zeitspanne zwischen Einreichung und Annahme der Publikation (24 Stunden) darauf hin, dass ein systematisches Peer-Review-Verfahren hier entweder nicht durchgeführt wurde oder von problematisch schlechter Qualität war.  Wir liefern überzeugende Beweise für mehrere wissenschaftliche Unzulänglichkeiten, Fehler und Mängel.

In Anbetracht der hier dargestellten wissenschaftlichen und methodischen Mängel sind wir zuversichtlich, dass der Redaktionsausschuss von „Eurosurveillance“ keine andere Wahl hat, als die Publikation zurückzuziehen.

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