Donald Trump will mit Truppenabzug aus Deutschland beginnen

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Laut Informationen des „Wall Street Journals“ will Donald Trump bis zu 15.000 von aktuell 35.000 US-Soldaten bis Herbst 2020 aus Deutschland abziehen. Zunächst sollen 9.500 US-Soldaten abgezogen werden. Trumps Sicherheitsberater Robert O’Brian hat bereits ein entsprechendes Memorandum unterzeichnet. Das Pentagon äußerte sich allerdings auf Anfrage nicht zu dem Bericht.

Deutschland wurde von diesen Plänen überrascht. Außenministerdarsteller Heiko Maas sagte, man werde den Teilabzug der US-Truppen aus Deutschland „zur Kenntnis nehmen“. Denn das Verhältnis zu den USA sei „kompliziert“, obwohl Deutschland ein „enger Partner im transatlantischen Bündnis sei“, so Maas. Kompliziert dürfte das Verhältnis zwischen der Merkel-Regierung und Donald Trump jedoch nur deshalb sein, weil sich die Merkel-Regierung von einer konstruktiven Zusammenarbeit mit dem Präsidenten zurückgezogen hat. Vielmehr noch: Angela Merkel hat den Präsidenten immer wieder in der Öffentlichkeit attackiert und sich sogar lustig über ihn gemacht.

Die Ankündigung, 9.500 Soldaten abzuziehen, kam auch für den Bürgermeister von Grafenwoehr, Edgar Knobloch, überraschend. Denn in seiner bayerischen Stadt leben seit siebzig Jahren US-Dienstangehörige. Knobloch sieht den Abzug der Truppen als weiteren Tiefpunkt im Verhältnis zwischen Trump und der Merkel-Regierung. Der Truppenabzug werde wirtschaftliche Auswirkungen auf Grafenwoehr haben, denn durch den Truppenabzug dürften Arbeitsplätze verlorengehen, so Knobloch.

In Grafenwoehr hat sich eine deutsch-amerikanische Gemeinschaft entwickelt. „Sie sind vollständig integriert“, sagte Bürgermeister Knobloch in einem Interview. „Die Restaurants sind zweisprachig, es gibt gemischte Ehen, gemischte Familien. Von älteren deutschen Mitgliedern der Gemeinschaft hört man immer wieder: „Die Amerikaner haben uns befreit“.

Erst jüngst brüskierte Merkel Trump erneut, in dem sie die Teilnahme am für Ende Juni geplanten G7-Gipfel in Camp David absagte. Trump hat den Gipfel nun auf September verschoben, möchte aber gerne Wladimir Putin wieder dazu einladen. Bis zum Sonntag hatte die Merkel-Regierung noch keine offizielle Mitteilung über den Truppenabzug erhalten. Vermutlich haben Merkel und Maas die Nachricht aus den Medien erfahren. Dies zeigt – sollte die Meldung des „Wall Street Journal“ stimmen – in welchem Verhältnis Merkel und Trump zueinanderstehen und welche Rolle Merkel international noch spielt – so gut wie keine mehr.

Der stellvertretende Vorsitzende in der Bundestagsfraktion von Merkel, Johann Wadepul, sagte: „Die Pläne zeigen einmal mehr, dass die Trump-Administration ein zentrales Führungselement vernachlässigt: die Einbeziehung der Bündnispartner in die Entscheidungsprozesse.“ Wadepul vergisst dabei allerdings, dass eine Frau Merkel gegenüber Trump überhaupt nichts zu sagen und zu entscheiden hat. Denn Merkel ist nichts anderes als die Verwalterin der BRD, welche von den Alliierten nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs als Verwaltungsorgan der Alliierten eingesetzt wurde.

Trump dürfte mit dem Teilabzug der Truppen vielmehr signalisieren, wohin die Reise nun auch für Deutschland gehen soll, sollte die Meldung korrekt sein. Der Präsident dürfte ein Interesse daran haben, Deutschland seine Souveränität zurückzugeben und das Besatzungsstatut endlich zu beenden. Wie die neue Nachkriegsordnung für Deutschland aussehen wird, könnte beim G7-Gipfel im Herbst in den USA besprochen werden und bei Putins Weltmächtekonferenz, die mutmaßlich auch im Herbst stattfinden wird.

Der Präsident hat mehr als einmal gezeigt, dass er an keinen kriegerischen Auseinandersetzungen mit anderen Ländern oder mit Besetzungen durch US-Truppen interessiert ist. Auch in anderen Teilen der Erde hat Trump mit dem Truppenabzug der US-Soldaten begonnen. Das Jahr 2020 könnte für Deutschland also noch sehr spannend werden. Verfolgen Sie es hier. 

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