Corona-Regeln: Schulleiter in NRW kritisieren Ministerpräsident Laschet

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Wegen der Corona-Politik des Nordrhein-Westfälischen Ministerpräsidenten, hat eine Gruppe von Schulleitern einen Brandbrief an Laschet geschrieben. In dem offenen Brief kritisieren sie die Missstände an den Schulen NRWs: „Mit großer Sorgen um die Lage in den Schulen und vor allem die konkrete Bildungssituation der Schülerinnen und Schüler wendet sich die Schulleitungsvereinigung NRW an Sie als Ministerpräsidenten des Landes. Wir haben in den letzten Wochen und Monaten wahrgenommen, dass die Schulpolitik in Zusammenhang mit der Bewältigung der Corona-Bedingungen trotz vielfacher diesbezüglicher Hinweise zu wenige die tatsächlichen Rahmenbedingungen der Schulen realisiert. Die Vorgaben des Ministeriums für Bildung sind aufgrund der örtlichen Gegebenheiten und der schulischen Rahmenbedingungen kaum erfüllbar!“

Den vollständigen Text des Briefes finden Sie hier: https://neu.slv-nrw.de/uploads/media/Offener_Brief_MP_Laschet_01.pdf

Die Schulleiter mahnen, dass sich die oberste Schulbehörde der eigenen Verantwortlichkeit entledige und die gesamte Verantwortung an Gesundheitsämter, Schulträger und Schulleitungen weitergebe. Die Schulministerin ignoriere die vielerorts nicht gegebenen baulichen Voraussetzungen. Die öffentlichkeitswirksam präsentierte Handreichung des Ministeriums für Schulen und Bildung in Nordrhein-Westfalen zum Lernen auf Distanz signalisiere der Elternschaft das Versprechen der Umsetzung folgender Vorgaben: Regelmäßige Fensterlüftung, Abstand halten auf Fluren, Maskenpflicht im Klassenraum.

Diese Vorgaben des Ministeriums wie Distanzunterricht oder „feste Lerngruppen“ seien aber nicht umsetzbar. Ein „normaler“ Unterricht sei unter diesen Vorgaben nicht möglich. Wenn die Schulen die Forderungen des Ministeriums ernst nehmen würden, müssten verschiedene Kurse ausfallen. Der Einsatz von Lehrkräften in den geforderten „festen Lerngruppen“ sei ebenfalls nicht realisierbar. Vertretungsunterricht für die vielen erkrankten Lehrkräfte erschwere die Maßgaben des Ministerpräsidenten zusätzlich. Die Forderungen seien rechtlich und pädagogisch nicht haltbar und werfe auch das Prüfungsrecht über den Haufen, sorge in den Schulen für Verunsicherung, führe zur Ungleichbehandlung und werden zu vielen Klagen führen.

Die Schuldirektoren bezeichnen das Konzept der Landesregierung als „Feldversuch“, welchen sie nicht einhalten wollen. Zudem sei „ein wirkliches Interesse des Ministeriums an der Realität vor Ort in den Schulen nicht feststellbar“.

Laschet musste offenbar auf den öffentlichen Druck reagieren und verkündete vor wenigen Tagen, dass die Maskenpflicht im Unterricht in NRW am 31. August enden werde. Außerhalb des Schulgebäudes bleibe die Maskenpflicht aber bestehen, so Laschet. Das dürfte den Schulleitern aber nicht reichen. Wir werden dies verfolgen.

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