Boris Palmer: Problem in Chemnitz war der Mord, nicht die Demos

Der bekannte Grüne Oberbürgermeister von Tübingen, Boris Palmer, meldete sich nach den tödlichen Messer-Attacken in Chemnitz sowie den anschließenden Protesten zu Wort. Auf Facebook kritisierte Palmer die Berichterstattung der Medien. Die Beweise für Gewalt und Ausländerhetzjagd in Chemnitz seien mehr als dürftig. Das eigentliche Problem sei der Mord gewesen und nicht die anschließenden Demos. Die Politik müsse wieder dafür sorgen, dass „Asylbewerber nicht jeden erdolchen können. Anderenfalls müssten diese halt wieder gehen“.

Politik und Medien müssten endlich Verantwortung übernehmen und entgegensteuern, so Palmer. Man müsse sich in die Menschen hineindenken, die die AfD wählen wollen. Aus seiner Sicht war das Problem in Chemnitz der Mord und nicht die Demos. Doch der Mord wurde kaum von den Medien beachtet, während die Medien sich darauf stürzten, nur über die „Hetzjagd von dem rechten Mob“ zu berichten. Diese Berichterstattung sei alles andere als objektiv.

Wenn die Politik schon so viele Asylbewerber aufnehme, müsse sie auch dafür sorgen, dass diese keine anderen Menschen umbringen. Wenn die Politik dieses Gewaltproblem nicht in den Griff bekomme, müssten die Täter eben wieder gehen. Sie seien ohnehin eine Last, wenn sie eine Gefahr für die Bürger in Deutschland seien.

Palmer äußerte sich in der Vergangenheit bereits wiederholt kritisch zur Flüchtlingspolitik der Bundesregierung. Dafür erntete er schon des Öfteren Kritik – auch aus der eigenen Partei. Auch dieses Mal wurde ihm von Facebook und Twitter Nutzern Verharmlosung rechter Gewalt vorgeworfen. Manche forderten sogar ein Parteiausschlussverfahren für Palmer. Für seinen Post zu Chemnitz erhielt Palmer von Facebook und Twitter Usern jedoch auch viel Zustimmung. Die Mehrheit der Kommentare war positiv.

Inzwischen hat die Polizei in Chemnitz einen dritten Tatverdächtigen identifizieren können. Gegen einen 22-jährigen Iraker wurde Haftbefehl erlassen. Der Tatverdächtige wird von der Polizei öffentlich gesucht. Die Hinweise haben sich durch Aussagen von Zeugen und eines anderen Tatverdächtigen ergeben. Nun wird versucht, den Aufenthaltsort des mutmaßlichen Täters ausfindig zu machen.

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