BND: Türkei steuerte Ansturm auf griechische Grenze

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Einem Bericht der Deutschen Nachrichtenagentur dts zufolge hat der Bundesnachrichtendienst (BND) offenbar Hinweise darauf, dass die Türkei den Ansturm der Migranten auf die griechische Grenze absichtlich gesteuert haben könnte. Demnach hätten türkische Behörden Busse voll mit Migranten bewusst an die griechische Grenze gefahren.

Unter die Menschenmengen sollen absichtlich staatliche Kräfte gemischt worden sein, die dann Angriffe auf die griechische Grenze gemacht und die Krawalle unter den Migranten bewusst provoziert hätten, so die Informationen des BND. Türkische Vertreter des Sicherheitsapparates bestritten indes eine Beteiligung an den Angriffen an der griechischen Grenze.

Ende Februar hatte der türkische Präsident Erdogan damit gedroht, die Grenzen in die EU zu öffnen. Berichten zufolge sollen auch IS-Häftlinge entlassen und zur griechischen Grenze gefahren worden sein. Tausende Migranten hatten dann gewaltsam versucht, die Zäune nach Griechenland zu gelangen. Die Angriffe wurden so heftig, dass das griechische Militär einschreiten musste. Die Polizei setzte Tränengas ein. Auch griechische Bauern halfen, in dem sie mit ihren Traktoren Gülle über die Zäune in die Türkei spritzten. Die griechische Grenzpolizei erhielt zudem Hilfe von der polnischen und österreichischen Polizei.

Bei der griechischen Regierung bestand der Verdacht schon lange, dass türkische Kräfte den Konflikt absichtlich herbeigeführt und befeuert hatten. Sicherheitsbeamte beim Einsatz an der Grenze berichteten, dass sich Türken unter den Migranten befunden hätten. Einige von ihnen hätten selbst Steine und Feuerwerkskörper gegen die griechischen Grenzschutzkräfte geworfen oder den Migranten geholfen, die Zäune zu durchschneiden.

Inzwischen sind die Lager der Migranten an der griechischen Grenze wieder leer. Es heißt, Erdogan habe wegen der Corona-Epidemie die Grenzen wieder geschlossen. Die Situation verfolgen wir auch hier.

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