„Aquarius“ nimmt Arbeit vor Libyen wieder auf

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Im Juni sagte Italiens Innenminister Salvini, „Italien wolle nicht länger Komplize im illegalen Einwanderungsgeschäft sein“. Damals begann Italien, sogenannten „Rettungsschiffen“ von privaten NGOs die Einfahrt in italienische Häfen zu verweigern. Auch die „Aquarius“ war damals von der Hafensperre betroffen. Das Schiff mit 600 Zuwanderern durfte tagelang weder in den Häfen Italiens noch Maltas einlaufen.

Schließlich durfte das Schiff im spanischen Valencia anlegen, nachdem sich der spanische Ministerpräsident Sánchez bereiterklärt hatte, die Migranten aufzunehmen. Seitdem folgten weitere Aufnahmeverweigerungen durch Italien.

Die „Aquarius“ lag seitdem in französischen Marseille im Hafen. Am Mittwoch ist das Schiff jedoch erneut ausgelaufen, um vor der Küste Libyens wieder Migranten aufzunehmen. Das Schiff der Hilfsorganisation „SOS Méditerranée“ und „Ärzte ohne Grenzen“ nahm am Freitag 25 Migranten von einem Boot auf, teilte eine Sprecherin von „Ärzte ohne Grenzen“ in Berlin mit. Die „Rettungsaktion“ soll in internationalen Gewässern vor der libyschen Küste stattgefunden haben.

Allen „Geretteten“ soll es gesundheitlich gut gehen, sagte der Bord-Arzt der „Aquarius“. Zudem wurden alle zuständigen Stellen über die Aufnahme der Migranten informiert. Nach eigenen Angaben hat das NGO-Schiff seit 2016 mehr als 29.000 Migranten aus Seenot gerettet und nach Europa gebracht. Warum die „Aquarius“ nun wieder auslaufen durfte, ist bislang unklar. Denn Medienberichten zufolge soll das Schiff von der EU noch kein Kommando „zum Retten“ bekommen haben. Auch ist unklar, wohin Migranten gebracht werden sollen, die vor Libyen aus dem Meer gefischt werden. Italien nimmt keine NGO-Schiffe mit Migranten mehr auf. Dadurch bleibt nur noch Spanien übrig. Fraglich ist, wie lange Spanien sich der neuen Migrantenflut ausliefern will. Es sei denn, alle Migranten werden direkt nach Frankreich und Deutschland weitergereicht.

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