9/11: FBI veröffentlicht „versehentlich“ Namen eines saudischen Mittäters

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Wie die US-Nachrichtenplattform „Yahoo.com“ berichtet, hat das FBI „versehentlich“ eines der sensibelsten Geheimnisse über die Terroranschläge vom 11. September 2001 enthüllt. Es geht um die Identität eines Beamten der saudischen Botschaft in Washington, von dem man vermutet, dass er zwei der Al-Quaida-Terroristen unterstützt hat.

Die Enthüllung erfolgte durch einen hochrangigen FBI-Beamten, der den Namen des saudischen Beamten im Zuge einer Klage von Familien der Opfer des 11. September vor dem Bundesgericht preisgegeben hatte. Laut einem Sprecher der Familien der 9/11 Opfer stellt dies einen wichtigen Durchbruch in dem seit langem laufenden Fall dar, da zum ersten Mal die Verbindung eines saudischen Botschafters in Washington zu den Terroristen (offiziell) öffentlich geworden ist.

Die Enthüllung, die ein hochrangiger US-Regierungsbeamter bestätigte, könnte Fragen über mögliche saudische Verbindungen zum 9/11 Komplott wieder aufleben lassen. Ein Sprecher der Familien der 9/11 Opfer sagte, dass die US-Regierungen die saudische Beteiligung an den Terroranschlägen bislang vertuscht. Die Enthüllung des Mittäters der saudischen Botschaft in Washington zeige aber, dass es eine Befehlskette gab, die offenbar von der saudischen Botschaft über das Ministerium für Islamische Angelegenheiten bis zu den Terroristen reichte.

FBI und Justizministerium wollten sich bislang nicht dazu äußern, wie es zu der Offenlegung des saudischen Beamten gekommen ist. Die saudische Regierung hatte bislang jede Verbindung zu den Terroristen des 11. Septembers bestritten und dies in einem Statement in der US-Zeitung „New York Times“ unterstrichen: „Saudi-Arabien ist und war immer ein enger und kritischer Verbündeter der USA im Kampf gegen den Terrorismus.“

Das FBI hatte bereits 2012 eine Untersuchung möglicher Verbindungen zwischen Al-Quaida-Terroristen und saudischen Regierungsbeamten begonnen. Die Existenz der Untersuchung ist erst in den letzten Jahren bekannt geworden und konzentrierte sich zunächst auf zwei Personen, auf Fahad- al-Thumairy, einen Beamten für saudi-arabische islamische Angelegenheiten und radikalen Geistlichen sowie auf Omar al-Bayoumi, einen mutmaßlichen Agenten der saudischen Regierung. Dieser soll zwei Terroristen unterstützt haben, die an der Entführung des Flugzeugs der American Airlines beteiligt waren, welches angeblich in das Pentagon geflogen sein soll.

Al-Bayoumi hatte zwei Terroristen, die an den Anschlägen vom 11. September beteiligt waren, eine Wohnung in Los Angeles und ein Bankkonto mit ausreichend finanziellen Mitteln eingerichtet. In den FBI Akten von 2012 soll es Beweise dafür geben, dass die beiden saudischen Beamte „beauftragt“ worden sind, den Terroristen bei ihrem Vorhaben zu helfen. Ein weiterer saudischer Beamter, Mussaed Ahmed al-Jarrah, soll in den Jahren 1999 und 2000 der saudischen Botschaft in Washington zugeteilt worden sein. Seine Aufgabe soll es gewesen sein, die Aktivitäten des Ministeriums für Islamische Angelegenheiten in von Saudi-Arabien finanzierten Moscheen und islamischen Zentren in den USA zu überwachen.

Jarrah ist seit einiger Zeit auf dem Radarschirm des FBI und der Anwälte der Opferfamilien von 9/11. Er gehört zu den neun aktuellen oder ehemaligen saudischen Beamten, von denen vermutet wird, wichtige Informationen über die Terroranschläge zu haben oder diese sogar unterstützt zu haben. Doch alle FBI-Beweise, die die Agenten über Jarrah und seine Verbindungen zu den Terroristen gehabt hat, bleiben bislang unter Verschluss.

Der Verdacht, dass Saudi-Arabien an den Terroranschlägen beteiligt war, ist so alt , wie die Anschläge selbst. Unmittelbar nach den Anschlägen kamen die Ermittler schnell zu dem Schluss, dass bis zu 19 der Terroristen saudischer Herkunft waren. Die offizielle 9/11 Kommission kam zwar zu dem Schluss, dass Saudi-Arabien eine Hauptquelle für die Finanzierung der Terrororganisation Al-Quaida war, aber es „habe keine Beweise dafür gegeben, dass die saudische Regierung oder saudische Beamte die Terrororganisation individuell finanziert haben“, hieß es.

Mitte der 2000er Jahre veranlassten die anhaltenden Fragen über die Rolle Saudi-Arabiens bei den Terroranschlägen das FBI zu einer „stillen Untersuchung“. Die „Operation Encore“ konzentrierte sich auf die Aktivitäten von Bayoumi und Thumary in Südkalifornien. Die Agenten befragten erneut wichtige Zeugen und deckten Telefonaufzeichnungen und anderes Material auf, das die offizielle 9/11-Kommission noch nie gesehen hatte. Demnach soll Thumairy die „Hauptanlaufstelle“ für einige der 9/11 Terroristen in Los Angeles gewesen sein.

Die FBI-Untersuchung kam zu dem Schluss, dass diplomatische und Geheimdienstarbeiter des Königreichs Saudi-Arabien den 9/11-Terroristen wissentlich materielle und finanzielle Hilfe leisteten, das 9/11-Komplott also unterstützten. Den FBI-Agenten gelang es sogar, das FBI-Hauptquartier von der Aussagekraft ihrer Beweise zu überzeugen.

Auf Basis der Beweise wollten die Familien der 9/11-Opfer die saudische Regierung gerichtlich zur Rechenschaft ziehen. Ex-Präsident Obama wollte dies offenbar seinerzeit durch ein Veto verhindern. Der Kongress setzte das Veto Obamas 2016 allerdings außer Kraft, als es den „Justice Against Sponsors of Terrorism Act“ verabschiedete, der es den Familien ermöglichte, vor einem Bundesgericht Klage gegen Saudi-Arabien zu erheben.

Hilfe von Trump

Der Kampf um den Zugang zu Schlüsseldokumenten und Beweisen, die dem FBI vorliegen, zieht sich seitdem hin. Am vergangenen 11. September empfing Präsident Donald Trump eine Gruppe der Familien der 9/11-Opfer sowie ihre Anwälte und zwei ehemalige FBI-Agenten, die ihre Besorgnis über die Verzögerung der gerichtlichen Untersuchungen vorbrachten. Nachdem Trump erfuhr, dass sich Ex-FBI-Chef Robert Mueller und Ex-FBI-Chef James Comey gegen die Untersuchungen sperrten, versprach er den Familien zu helfen. Trump kommentierte, er werde von denselben Leuten bekämpft, die die Familien der 9/11-Opfer bekämpften.

Justizminister William Barr entschied allerdings, dass die Untersuchungsergebnisse und Beweise der Terroranschläge von 9/11 vorerst noch „Staatsgeheimnis“ bleiben müssen. Offenbar sind die Beweise so brisant, dass die nationale Sicherheit gefährdet würde, wenn die Informationen über 9/11 jetzt enthüllt würden. Es ist aber davon auszugehen, dass Trump diese Informationen zu gegebener Zeit enthüllen wird. Denn Trump muss bei seinem Kampf gegen den Deep State sehr besonnen und strategisch vorgehen. Wir werden hier darüber berichten. 

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